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29.10.1999 - 

Die Radiomusik kommt aus der Datenbank

Der Bayerische Rundfunk digitalisiert seine Tonquellen

MÜNCHEN (CW) - Ein Storage Area Network (SAN) verwaltet demnächst die Tondokumente des Bayerischen Rundfunks (BR). Die Redakteure können dann schnell zum Beispiel historische Aufnahmen, Hörspiele und Musik in digitaler Form von der Datenbank und einem Bandroboter abrufen.

Zunächst muß der BR Zehntausende Stunden Tonmaterial digitalisieren. Dafür ist es notwendig, die Bänder und Schallplatten abzuspielen und mit Hilfe von "DAccord Cut-Assist" der Management Data AG, Hamburg, und "Edigas" der David GmbH, München, neu digital aufzuzeichnen. Das Ganze erfolgt händisch, da die analogen Tonträger zum Teil in beschädigtem Zustand sind und in Abspielgeräte eingelegt werden müssen. Die CDs gelangen per "CD-Assist" von Management Data ins Archiv, die Audio-Files per Mausklick.

Ist das Archiv erst einmal in Betrieb, landen die Daten zunächst auf einem Sun-Server mit 1 GB Arbeitsspeicher, vier Prozessoren und 250-GB-Festplatten. Sind die Festplatten zu 80 Prozent belegt, lagert das System Dateien, die selten benötigt werden, auf einen Bandroboter aus. Dieser kann bis zu 200 TB fassen und dient zudem der Erstellung von Sicherheitskopien. Sollten ausgelagerte Tondokumente dennoch für Recherchen, Produktion und Sendung gebraucht werden, stehen sie über dieselben Schnittstellen zur Verfügung wie das auf dem Server liegende Material, allerdings dauert der Zugriff ein wenig länger.

Die Archivlösung basiert auf einer Oracle-Datenbank, Version 8.05, sowie der Anwendungssoftware "Mediathek" von Management Data. Diese verwaltet die Multimedia-Daten, sorgt aber auch dafür, daß sie in unterschiedlichen Formaten ausgegeben werden können; zum Beispiel stellt der BR die Audiodateien auch im Internet bereit. Die Software erkennt nach Angaben des Herstellers die benutzten Geräte, ob Server, PC-Arbeitsplatz oder Bandroboter, und konvertiert die Dateien ins gewünschte Format. Außerdem enthält die Software die Zugriffsregelungen sowie die Benutzerverwaltung.

Um die Tonqualität zu erhalten, werden die Tonaufnahmen linear gespeichert. So bleiben auch Töne erhalten, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Um den Redakteuren ein "Vorhören" an ihren PC-Arbeitsplätzen zu ermöglichen, werden die Aufnahmen immer auch in das Format MPEG Layer 2 konvertiert. Dieser Standard erlaubt eine höhere Bandbreite als MPEG 3, der sich wegen der geringeren Datenrate gut für den Einsatz im Internet eignet. Mit Hilfe von DAccord lassen sich so die Quellen abhören, ohne daß dazu ein physischer Tonträger bewegt und in ein Abspielgerät eingelegt werden muß.

Die Datenströme des Nutzernetzes sind von denen des Speichernetzes getrennt. Letzteres basiert auf seriellen Glasfaserverbindungen mit 100 MB/s, an die sich bis zu 126 Endgeräte über Entfernungen bis zu zehn Kilometer anschließen lassen. Das Netz wird in einem Hub zusammengeführt, der das Raid-System und den Haupt-Server sternförmig verbindet. Der Bandroboter der Firma Advanced Digital Information Corp. (Adic) ist über SCSI angeschlossen.

Zunächst muß der BR Zehntausende Stunden Tonmaterial digitalisieren. Dafür ist es notwendig, die Bänder und Schallplatten abzuspielen und mit Hilfe von "DAccord Cut-Assist" der Management Data AG, Hamburg, und "Edigas" der David GmbH, München, neu digital aufzuzeichnen. Das Ganze erfolgt händisch, da die analogen Tonträger zum Teil in beschädigtem Zustand sind und in Abspielgeräte eingelegt werden müssen. Die CDs gelangen per "CD-Assist" von Management Data ins Archiv, die Audio-Files per Mausklick.

Ist das Archiv erst einmal in Betrieb, landen die Daten zunächst auf einem Sun-Server mit 1 GB Arbeitsspeicher, vier Prozessoren und 250-GB-Festplatten. Sind die Festplatten zu 80 Prozent belegt, lagert das System Dateien, die selten benötigt werden, auf einen Bandroboter aus. Dieser kann bis zu 200 TB fassen und dient zudem der Erstellung von Sicherheitskopien. Sollten ausgelagerte Tondokumente dennoch für Recherchen, Produktion und Sendung gebraucht werden, stehen sie über dieselben Schnittstellen zur Verfügung wie das auf dem Server liegende Material, allerdings dauert der Zugriff ein wenig länger.

Die Archivlösung basiert auf einer Oracle-Datenbank, Version 8.05, sowie der Anwendungssoftware "Mediathek" von Management Data. Diese verwaltet die Multimedia-Daten, sorgt aber auch dafür, daß sie in unterschiedlichen Formaten ausgegeben werden können; zum Beispiel stellt der BR die Audiodateien auch im Internet bereit. Die Software erkennt nach Angaben des Herstellers die benutzten Geräte, ob Server, PC-Arbeitsplatz oder Bandroboter, und konvertiert die Dateien ins gewünschte Format. Außerdem enthält die Software die Zugriffsregelungen sowie die Benutzerverwaltung.

Um die Tonqualität zu erhalten, werden die Tonaufnahmen linear gespeichert. So bleiben auch Töne erhalten, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Um den Redakteuren ein "Vorhören" an ihren PC-Arbeitsplätzen zu ermöglichen, werden die Aufnahmen immer auch in das Format MPEG Layer 2 konvertiert. Dieser Standard erlaubt eine höhere Bandbreite als MPEG 3, der sich wegen der geringeren Datenrate gut für den Einsatz im Internet eignet. Mit Hilfe von DAccord lassen sich so die Quellen abhören, ohne daß dazu ein physischer Tonträger bewegt und in ein Abspielgerät eingelegt werden muß.

Die Datenströme des Nutzernetzes sind von denen des Speichernetzes getrennt. Letzteres basiert auf seriellen Glasfaserverbindungen mit 100 MB/s, an die sich bis zu 126 Endgeräte über Entfernungen bis zu zehn Kilometer anschließen lassen. Das Netz wird in einem Hub zusammengeführt, der das Raid-System und den Haupt-Server sternförmig verbindet. Der Bandroboter der Firma Advanced Digital Information Corp. (Adic) ist über SCSI angeschlossen.