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03.09.1976 - 

130 Mitglieder, 7 Fachgruppen, 50% des Gesamt-Honoraraufkommens aller Beratungs-Unternehmen:

Der BDU-Elitäre Gruppe oder Traditionsverein?

MÜNCHEN - Durch eine "besonders nachgewiesene Qualifikation" sowie eine "Verpflichtung gegenüber einem treuhänderisch das Klienteninteresse in den Vordergrund stellenden Berufsethos" wollten sich diejenigen Unternehmensberater auszeichnen, die 1954 den Bund Deutscher Unternehmensberater - kurz BDU - gründeten. Diesen hochgesteckten Leitgedanken - Qualität und Berufsethos fühlt sich der BDU auch heute noch verpflichtet. So sieht der BDU-Geschäftsführer Dr. Gerhard Sebode durch "strenge Selektion" bei der Auswahl der Mitglieder den Elite-Anspruch gewahrt: "Auch heute noch leiten die Unternehmensberater aus der BDU-Mitgliedschaft ihr Wertbewußtsein ab."

Die Anforderungen der Wirtschaft an die Unternelimensberatungen haben sich inzwischen allerdings geändert: Stand zur Zeit der Gründung die Beratung von Industrieunternehmen durch integrierte Betrachtung des Unternehmens als Ganzes im Mittelpunkt der Tätigkeit, so treten heute Industrie. Handel, Dienstleistungsgewerbe und auch die öffentliche Hand mit Struktur- und Detailproblemen an die Unternehmensberatungen heran. Demntzsprechend hat sich auch das Leistungsangebot der im BDU zusammengeschlossenen Berater gewandelt. Sowohl freiberufliche Einzelberater als auch mittlere und große Unternehmensberatungen, sowohl Full-Service-Berater als auch auf Branchen und Fachgebiete (EDV, Marketing oder Personalberatung) spezialisierte Beratungsunternehmen gehören zu den BDU-Mitgliedern. Aufgrund der wachsenden Bedeutung als umfassende berufsständische Organisation (laut eigenen Angaben vereinigen die zirka 130 Mitglieder des Verbandes einen Anteil von zirka 50% des Honoraraufkommens der klassischen Unternehmensberatung und zirka 400% des Umsatzes der Software-Häuser auf sich) wurde der BDU 1973 in "Bundesverband Deutscher Unternehmensberater" umbenannt was auf die griffige und mittlerweile bekannte Abkürzung keinen Einfluß hatte.

Organisation des BDU

Die Organe des BDU sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der, Beirat. Daneben gibt es eine Geschäftsstelle in Bonn. der ein vom Vorstand delegierter Geschäftsführer vorsteht. In den Fachgruppen für Management, Marketing, Datenverarbeitung, Personalberatung, Rechnungswesen und Unternehmenssteuerung, Ausbildung und Training sowie Planung in Verwaltung und Industrie erfolgt ein wesentlicher Teil des fachlichen und persönlichen Erfahrungsaustausches - aber auch wirtschaftliche und rechtliche Anliegen des BDU werden dort vertreten.

Fachgruppe DV im BDU

In der Fachgruppe Datenverarbeitungs des BDU haben sich 28 DV-Beratungs- und Softwarefirmen zusammengeschlossen. Diese Fachgruppe erstrebt speziell eine größere "Durchsichtigkeit" der im Bereich der DV-Beratung und der Software-Entwicklung angebotenen Leistungen. Konkret bemüht die Gruppe sich um:

- Klare weitgehend vereinheitlichte Auftragsbedingungen, um dem Auftraggeber einen besseren Leistungsvergleich zu ermöglichen

- Klare Einteilungskriterien für die verschiedenen Software-Typen.

Mitglieder der Fachgruppen können alle Firmen werden, die seit mindestens drei Jahren schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Beratung und Organisation im EDV-Bereich oder der Software-Entwicklung tätig sind und darüber hinaus Vollmitglied im BDU sind. Die von F. A. Meyer, Inhaber des Softwarehauses ADV/ORGA, Wilhelmshaven, geleitete Fachgruppe ist daran interessiert, weitere Mitglieder zu gewinnen, um die Interessen der Branche auf einer möglichst breiten Basis vertreten zu können. Allerdings fühlen sich einige renommierte Software-Häuser durch die Ziele und das Leistungsangebot der BDU-Fachgruppe Datenverarbeitung nicht ausreichend repräsentiert. So wurde erst kürzlich (CW Nr. 30 vom 23. Juli 1976 "Software-Häuser gründen BVB-IG") von 16 Software-Herstellern eine Interessengemeinschaft gegründet, die Nicht-BDU-Mitglieder bei den BVB-Verhandlungen mit der öffentlichen Hand vertreten soll.