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30.01.1987 - 

IX Systems Management Group als Koordinierungsinstanz:

Der blaue Riese baut Distanz zu Unix ab

AUSTIN/TEXAS (CW) - Auf die steigende Nachfrage nach Unix-Produkten in den USA hat die lBM-Konzernspitze jetzt reagiert. Wie der britische Branchendienst "Computergram International" meldet, zieht das Management alle Aktivitäten, die mit diesem Betriebssystem zusammenhängen, in einer neuen Abteilung in Austin zusammen.

Der neugeschaffenen IX Systems Management Group messen Beobachter vor allem deshalb besondere Bedeutung bei, weil ihr Oberhaupt weit oben in der Konzernhierarchie angesiedelt sein wird: Das Kommando in der texanischen Produktentwicklungs- und Marketingabteilung soll ein "Group Director" führen. Aus diesem Umstand sei zu schließen, meint auch "Computergram", daß es die IBM diesmal mit Unix ernst meine. Als Grund für den Sinneswandel in Armonk vermuten Insider die veränderte Beschaffungspolitik von staatlichen Stellen. Vor allem in den USA und Schweden sei das Kriterium Unix-Fähigkeit elementarer Bestandteil zahlreicher Ausschreibungen.

Der Verantwortungsbereich der neuen Unix-Abteilung umfaßt alle Implementierungen von Versionen des AT&T-Betriebssystems - angefangen bei PC/IX oder Xenix auf dem PC AT bis hin zu den /370-Versionen IX/370 und VM/IX. Hatte sich Mother Blue stets zurückgehalten, was eigene Investitionen in Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor betrifft, so sollen nun weit mehr Implementationsarbeiten im Haus erledigt werden. Betroffen von dieser neuen Politik sind vor allem die Interactive Systems Inc., Santa Monica/Kalifornien, von der PC/IX, IX/370 und VM/IX stammen, und die Microsoft Corp., die das Derivat Xenix entwickelt hat.

Aus Armonk verlautete "Computergram" zufolge auch, daß die IBM die Arbeit der Normungsorganisation IEEE an Posix unterstützen wolle. Unter diesem Namen läuft bei der IEEE die Unix-Variante, die als Nummer 1003 zum Standard werden soll.