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22.01.1993

Der Boersenwert von Microsoft ist um das Fuenffache gestiegen

Waehrend die IBM Corp. in den letzten fuenf Jahren fuer ihre Aktionaere gewaltige Vermoegenswerte vernichtet hat - es waren rund 75 Milliarden Dollar - gehoert Microsoft zu den Unternehmen, die sich eine beeindruckende Steigerung der Boersenbewertung erarbeiten konnten. Lag der an der Boerse festgestellte Unternehmenswert der Microsoft-Anteile 1986 noch bei gut 500 Millionen Dollar, wird die Gates-Company heute im Freiverkehr fuer US-Aktien mit insgesamt 23,6 Milliarden Dollar bezahlt.

Nachdem Big Blue seinen Spitzenplatz als Lieblingswert institutioneller Anleger, insbesondere der US-Pensionsfonds, verloren hat, raetselt Wallstreet jetzt darueber nach, wer das Erbe antreten kann. Dabei wird auch immer wieder die Softwareschmiede Microsoft erwaehnt, deren Boersenbewertung bereits knapp an die der IBM heranreicht.

Die Einbeziehung von Mother Blue in jedes repraesentative Portefeuille war in der Wallstreet lange Zeit eine Selbstverstaendlichkeit. Die Aktie hatte eine Art Vermittlerfunktion zwischen den "alten" Industrie- und den modernen Dienstleistungswerten. Der Verlust des Tripple-A-Rating sowie der Sturz des Aktienkurses haben IBM wahrscheinlich auf Dauer die Rolle des "Institutional Darling" gekostet.

Auch wenn die Marktkapitalisierung von Microsoft heute noch nicht an die der Gigantgen wie Exxon, WalMart oder General Electric heranreicht, scheint der Software-Marktfuehrer durchaus geeignet, in die Fussstapfen der IBM zu treten. Wer nach einem Wert sucht, der die Zukunft repraesentiert, stoesst unweigerlich auf Microsoft. Als Alternativen werden in New York noch Johnson & Johnson, American Home Products oder Bristol Meyers Squibb genannt.

Mit einem geschaetzten Gewinn je Aktie von 3,15 Dollar fuer 1993 wird Microsoft mit dem 27fachen des erwarteten Gewinns bewertet. In dieser Bewertung steckt eine Vorwegnahme weiteren Wachstums. Wallstreet honoriert damit die vorhandene Basis und die Tatsache, dass monatlich eine Million weitere Windows-Versionen an den Mann gebracht werden.

Die Bilanz des Unternehmens ist traumhaft. Die Company hat keine Schulden, in der Kasse liegen 1,5 Milliarden DOllar. Bei einem Umsatz von erwarteten 2,76 Milliarden Dollar im Jahr 1992 gehen Analysten von einem Nettogewinn von ueber 700 Millionen Dollar aus. Dies entspricht einer Marge von 25,7 Prozent - nach Steuern. Uebrigens steigert sich dieser Wert seit 1982 kontinuierlich, als er noch 14 Prozent betragen hatte. Das Management haelt stolze 54,1 Prozent der ausstehenden Aktien, was einem Marktwert von etwa 13 Milliarden Dollar entspricht.

* Arnd Wolpers ist Geschaeftsfuehrer der Vermoegensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in Muenchen. Die hier veroeffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir fuer vertrauenswuerdig und zuverlaessig halten. Trotz sorgfaeltiger Quellenauswahl und -auswertung koennen wir fuer Vollstaendigkeit, Genauigkeit und inhaltiche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit uebernehmen, als grobe Fahrlaessigkeit oder Vorsatz Haftung begruenden. Jede darueber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Fuer Angaben Dritter uebernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch staerkere Kursschwankungen gekennzeichnet.