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31.03.2005

Der Boom der Ich AGs hält an

Im Januar wurden fast 30 000 Existenzgründungen gefördert.

Obwohl die Bedingungen, unter denen die Arbeitsagenturen den Existenzgründungszuschuss gewähren, restriktiver geworden sind, hält der Boom der Ich AGs unvermindert an. Seitdem die Zügel bei der Bewilligung des Zuschusses im September 2004 angezogen wurden, müssen Arbeitslose ihre Geschäftsidee prüfen lassen, ehe sie finanzielle Unterstützung erhalten. Seit Anfang 2005 werden nur noch Empfänger von Arbeitslosengeld, nicht aber von Arbeitslosengeld II gefördert.

Für Arbeitslosenhilfeempfänger war somit im Dezember 2004 die letzte Gelegenheit, eine Ich AG zu gründen. Dies erklärt dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zufolge den starken Anstieg der Neubewilligungen in diesem Monat. Im November 2004 waren es rund 15 000 neue Empfänger von Existenzgründungszuschüssen, einen Monat später wuchs die Anzahl um 10000. Den nochmaligen Anstieg im Januar 2005 auf 29 099 Neubewilligungen von insgesamt 239 147 bezuschussten Selbständigen erklärt das Kölner Institut damit, dass entweder noch Altanträge vom Dezember abgearbeitet wurden oder die Ich AG weiter attraktiv ist.

Elf Prozent der Gründer sind gescheitert

Dass sie kein Fehlschlag ist, sollen neuere Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Nur 48000 Existenzgründer haben sich seit der Einführung 2003 aus der Förderung abgemeldet. Nach einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erhalten davon 52 Prozent wieder Lohnersatzleistungen. Werden nur die Abbrecher, die wieder bei der Arbeitsagentur vorstellig wurden, als gescheitert betrachtet, sind es nur elf Prozent aller Gründer. "Endgültige Klarheit über die Wirksamkeit der Förderung besteht erst, wenn ab Februar 2006 die ersten Ich AGs ohne Zuschuss vom Amt auskommen müssen", meldet das Institut der deutschen Wirtschaft. (am)