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Online-Training/Kommentar


11.08.2000 - 

Der Chef hält sich zurück

Die Marktzahlen sind berauschend, die Prognosen ebenso. Die Marktforscher gehen davon aus, dass E-Learning mit jährlichen Zuwachsraten von 90 Prozent das große Geschäft der Zukunft wird. IBM hat in den vergangenen Wochen sogar einen eigenen Geschäftsbereich mit mehreren hundert Mitarbeitern auf die Beine gestellt, der sich nur um das Thema Online-Lernen kümmert. Selbst klassische Bildungsanbieter wie die Birkenbihl-Gruppe sehen ihre Zukunft im elektronischen Büffeln und investieren viel Geld in diesen Geschäftsbereich. Sie beabsichtigen, ihre Bildungsinhalte, inklusive der Lernvideos mit den Management-Gurus, ins Web zu stellen. Die Streifen sind dann gegen Gebühr abrufbar, nach dem Motto: Wer sich ein Birkenbihl-Seminar für ein paar tausend Mark nicht leisten kann, kann es sich auf den Bildschirm holen.

Die Wirklichkeit sieht allerdings ernüchternd aus. In den Unternehmen muss jeder Mitarbeiter dafür sorgen, dass sein Wissen aktuell bleibt. Um Schulungen hat er sich selbst zu kümmern. Der Arbeitgeber wird auch in Zukunft nur das Training bezahlen, das ihm nützt. Die Vorstellung, Mitarbeiter könnten sich während der Arbeitszeit online weiterbilden, ist angesichts der hohen Arbeitsbelastung und des Projektdrucks naiv.

Die Moral von der Geschicht? Online-Training wird ein interessanter Markt, das ist mittlerweile gesicherte Erkenntnis. Allein die Geschwindigkeit, in der sich Wissen vermehrt, macht es für jeden Mitarbeiter zur Pflicht, sich ständig auf dem Laufenden zu halten. Die ideale Plattform dafür ist zweifellos das Internet. So gesehen wachsen Lernen und Informieren zusammen und lassen sich kaum noch auseinander halten. Nur: Der Arbeitgeber mischt sich weniger ein. Es wächst die Verantwortung jedes Einzelnen, sich um Bildung zu kümmern. Wahrlich keine neue Erkenntnis, aber eine, die noch nicht überall ernst genug genommen wird. hk