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18.06.2013 - 

Dresscode im Sommer

Der Chef sagt, wann es ohne Sakko geht

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Bei 30 Grad wird auch der Bürojob schweißtreibend. Die Verlockung ist groß, die Hose gegen die Bermuda zu tauschen. Doch was ist erlaubt? Die Benimm-Expertinnen Christina Tabernig und Anke Quittschau haben einen Dresscode für den Sommer zusammengestellt.

Der Sommer ist da. Endlich. Jetzt fragen sich die Büroarbeiter: Kann ich die langen Hosen gegen die Bermuda eintauschen? Muss das Sakko sein? So mancher IT-Profi kann Kleidungsvorschriften wenig abgewinnen, was sich noch verstärkt, wenn die Termperatur steigt. Wir haben Benimm-Expertinnen Anke Quittschau und Christina Tabernig von der Agentur korrekt! gebeten, die wichtigsten Tipps für die heiße Jahreszeit zusammenzufassen. "Jeder sollte sich zuerst fragen, was sein Kunde von ihm erwartet und inwieweit er dem Image seiner Firma gerecht werden muss", rät Christina Tabernig.

Bermudas und Birkenstocks: Tabus für Männer

Sandalen: Ein IT-Mitarbeiter einer Bank sitzt bei 31,5 Grad mit einfarbiger 3/4 Hose und Birkenstock-Sandalen am PC und sieht um sich herum viele Nachahmer: "Meist sind doch ITler und Techniker eher leger gekleidet, und Birkenstocks angesagt."

Als Trainiern und Coach hat sich Christina Tabernig auf Benimm- und Stilfragen, aber auch auf interkulturelle Kommunikation spezialisiert.
Als Trainiern und Coach hat sich Christina Tabernig auf Benimm- und Stilfragen, aber auch auf interkulturelle Kommunikation spezialisiert.
Foto: Christina Tabernig

"Kein Mann schaut in Sandalen gut aus", lautet dazu der Kommentar von Christina Tabernig. Mitarbeiter, die nur intern unterwegs sind, können im Sommer auf Bootsschuhe oder Loafers ausweichen. Geht es zum Kunden, müssen aber auch diese Schuhe zuhause im Schrank bleiben.

Bermudas: Männer können keineswegs wie in Australien oder USA in Shorts ins Büro kommen. Sie müssen auf jeden Fall eine lange Hose tragen. "Eine Faustregel sagt: Alles, was am Strand nicht auffällt, hat im Büro nichts zu suchen. Darunter fallen auch transparente Oberteile, Spaghettiträger oder zu kurze Röcke für die Frauen", sagt Christina Tabernig. Mitarbeiter sollten daran denken, dass auch ihr Chef registriert, in welchem Aufzug sie ins Büro kommen. Eine zu lockere oder zu nachlässige Kleidung verschlechtere oft die Karrierechancen.

Kurze Hemden: Solange Sie keinen Kundenkontakt haben, können Sie auch ein kurzärmeliges Hemd tragen, dann aber ohne Krawatte und leger ohne Sakko. Gehen Sie zum Kunden, kommen Sie im Grunde nicht um einen Anzug mit langärmeligem Hemd und Krawatte herum. Und es gilt, je höher Sie auf der Karriereleiter sind, desto eher müssen Sie den Anzug auch im Sommer tragen.

Auch für IT-Experten mit Kundenkontakt gilt, so Tabernig: "Wenn ich den Kunden noch nicht kenne, sollten auch IT-Profis nicht auf Hemd mit Anzug oder Kombination verzichten. Eine Krawatte ist dagegen kein Muss mehr. Beim Erstkontakt hat man wenig Spielraum, schließlich drückt eine angemessene Kleidung auch den Respekt gegenüber dem Kunden aus: Lieber die Latte höher hängen." Mitarbeiter, die in Kundenkontakt stehen, sollten sich mit der Wahl ihrer Kleidung immer an der Branche des Kunden orientieren. Geht es beim Kunden auch lockerer zu, kann der IT-Profi auch mit Stoffhose und Poloshirt auftauchen. Von T-Shirts ohne Kragen rät sie ab. Jeans gingen nur in Kombination mit einem gepflegten Lederschuh, der die "Arbeiterhose" aufwerte.

Wann darf Mann das Sakko ausziehen?

US-Präsident Barack Obama saß im Hemd beim Weißwurstfrühstück vor dem G7-Gipfel in Elmau, die örtlichen Politiker behielten ihre Trachtenjacken an. Bei welcher Temperatur dürfen sich Männer in der Geschäftswelt ihres Sakkos entledigen?

Zu heiß für das Sakko: Joachim Sauer (links), Gatte von Kanzlerin Angela Merkel, und US-Präsident Barack Obama (2.v.r.) beim Weißwurstfrühstück vor dem G7-Gipfel in Ellmau.
Zu heiß für das Sakko: Joachim Sauer (links), Gatte von Kanzlerin Angela Merkel, und US-Präsident Barack Obama (2.v.r.) beim Weißwurstfrühstück vor dem G7-Gipfel in Ellmau.
Foto: Bundesregierung/Kugler

Das ist laut Tabernig keine Frage der Temperatur, sondern hat mit Rangordnung zu tun: "Wenn der Chef das Sakko auch bei 30 Grad anbehält, muss ich mitschwitzen." Der Ranghöchste beziehungsweise der Gastgeber entscheidet, wann das Sakko auszuziehen ist. Auf einer Hochzeit ist das der Bräutigam oder wie beim Weißwurstfrühstück Joachim Sauer, Ehemann von Kanzlerin Angela Merkel, der stellvertretend für die Gastgeberin auch sein Sakko ausgezogen hatte. Und US-Präsident Barack Obama folgte diesem Beispiel gern.

Hot-Pant oder Spaghetti-Träger: Tabus für Frauen

Etwas einfacher als ihre männlichen Kollegen haben es Business-Frauen im Sommer. Mit Rock und Bluse ist eine Frau schon meist gut gekleidet. Aber auch hier gilt, je höher die Management-Etage, in der Sie sich bewegen, desto strenger ist Ihr Dresscode.

  • Zu viel Haut zeigen: Grundsätzlich kann man sagen, alles was für den Strand tauglich ist, ist kein Outfit für das Büro. Also niemals: Bauchfrei, Spaghetti-Träger oder Schultern zeigen in konservativen Unternehmen.

  • Offene Schuhe: Offene Sandaletten oder Flip-Flops sind im Büro tabu. Greifen Sie stattdessen besser zu Slingpumps, die vorne geschlossen und hinten offen sind. Polizeiliche Vorschriften gibt es auch: Wer sich in Deutschland mit Flipflops oder offenen Sandalen ans Steuer setzt, muss bis zu 50 Euro Strafe zahlen.

  • Zu kurze Röcke: Röcke und Kleider sollten Knie umspielend sein oder länger. Miniröcke enden höchstens eine Handbreit über dem Knie. Also zu breite Gürtel oder Hot-Pants sind nicht für den Einsatz im Büro gedacht. Längere Shorts, die am Knie enden, können durchaus passend kombiniert eingesetzt werden. Frauen haben einfach einen größeren Spielraum.

3. Achtung Schweißflecken im Büro

Gerade im Sommer ist uns nach heller Kleidung in freundlichen Farben. Endlich raus aus den dunklen Sachen und rein in die weißen Blusen. Doch helle Farben sind empfindlich.

Achten Sie daher besonders darauf, dass

  • die Manschetten von Blusen, Hemden oder hellen Mänteln einwandrei sauber sind.

  • der Kragen keine Make-up-Spuren hat.

  • Sie beim Aussteigen aus dem Auto nirgends hängen geblieben sind.

  • der Regen keine Spuren an den Hosenbeinen hinterlassen hat.

  • die Blusen, Hemden oder T-Shirts keine gelben Schweißflecken unter dem Arm haben. Vorbeugen kann man den Flecken mit Achselpads, die man in die Kleidung klebt. (im Drogeriemarkt, z. B. "1-2-Dry")

Vermeiden Sie aber Kleidung zu tragen, bei der man Schweißränder oder Flecken gut sehen kann. Hierunter fallen Farben, die durchgeschwitzt deutlich dunkler werden als der Ursprungston. Dazu gehören etwa lindgrüne Seidenblusen, khaki-farbene Kleider oder Sakkos.

4. Wie spreche ich ein Schweißproblem an?

Schweißgeruch bei Kollegen oder Mitarbeitern sollte man auf jeden Fall ansprechen, denn der Schwitzende riecht es oft selber nicht; er hat sich an seinen Geruch gewöhnt. Das gleiche kann passieren, wenn jemand über einen langen Zeitraum das gleiche Parfum verwendet und die richtige Dosis nicht mehr einschätzen kann.

Sprechen Sie das Schweißproblem auf jeden Fall unter vier Augen an und möglichst auf der gleichen Geschlechterebene. Beginnen Sie mit verständnisvollen Einleitungssätzen wie "Es fällt mir nicht leicht das anzusprechen . . ." oder "Es ist mir etwas unangenehm, aber mir ist aufgefallen . . .".

Wenn man jemanden wirklich gut kennt, dann kann man ihm auch sagen: "Hör mal, du hast heute ganz schönen Mundgeruch." Oder: "Heute riechst du aber sehr intensiv nach Schweiß." Versuchen Sie diese Nachricht aber möglichst freundlich zu übermitteln und geben Sie dem Betroffenen das Gefühl, dass Sie es gut mit ihm meinen. Niemand wird dann beleidigt sein. Ihre Kollegen werden eher dankbar für Ihre Ehrlichkeit sein.

Mehr zum Thema: Beruflich blamiert: Sofort-Hilfe für peinliche Knigge-Blackouts

5. Flecken auf der Kleidung und Anzüge ohne Gerüche

Was passiert, wenn man nach der Mittagspause einen Eisfleck auf der Bluse hat? Wenn Sie keine Sofortlösung wie Reinigungstücher oder Wasser zur Verfügung haben, müssen Sie einfach damit leben.

Passiert Ihnen dies auf dem Weg zum Meeting, hilft am Schluss nur die Flucht nach vorne. Entschuldigen Sie sich charmant für Ihren Aufzug und erwähnen Sie vielleicht, dass Sie normalerweise nicht so rumlaufen.

Mit Hilfe moderner Technologien werden Anzüge und Kostüme heute resistent gegen Flecken und Gerüche ausgestattet. Hightechfasern machen dies möglich. Viele Kleidungsstücke sind schon mit der Nanotechnologie ausgestattet und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Anzüge mit geruchsschluckender Funktion gibt es beispielsweise von Bugatti. Blusen und Hemden, die den Geruch stoppen von Eterna. Fleckabweisende Krawatten gibt es von Bugatti oder Olymp.

6. Gepflegte Hände und Fingernägel sind wie eine Visitenkarte

Hände sprechen Bände. Sie sind Zeichen des Vertrauens und für jeden sichtbar. Fingernägel sollten also stets sauber und gepflegt sein. Eingerissene Nagelhaut sowie abgesplitterter Nagellack wirken abstoßend. Pflegen Sie Ihre Nagelhaut mit einer reichhaltigen Nagelcreme oder gönnen Sie Ihren Händen ab und zu ein Ölbad.

Unser Extratipp: Ein Fingerbad in Oliven- oder Mandelöl wirkt gegen rissige Nagelhaut und spröde Fingernägel. Und so gehts: Eine viertel Tasse Öl erwärmen, etwas Zitronensaft hinzugeben und großzügig einmassieren oder über Nacht in Baumwollhandschuhen einwirken lassen.

Längst ist die Zeit vorbei, in denen Mann sich nicht um sein Äußeres kümmert. Das Haar muss sitzen, die Kleidung muss passen und die Schuhe müssen blitzen. Und dann scheitern viele Männer gerade beim ersten Eindruck ihrer Hände. Und wie schon gesagt: für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das ist schon immer so, und wird auch sicher die nächsten Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte so bleiben.

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