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14.11.2003 - 

Intel kann AMD Anteile abjagen

Der Chipmarkt nimmt weiter Fahrt auf

MÜNCHEN (CW) - Seit März dieses Jahres ist der Chipabsatz kontinuierlich gewachsen. Der September brachte der Branche den höchsten Anstieg seit 1990. Derweil hat Intel den Abstand gegenüber AMD bei x86-Prozessoren wieder vergrößert.

Die Talsohle liegt hinter den Chipherstellern, glaubt man aktuellen Zahlen der Semiconductor Industry Association (SIA). Nach Informationen des Branchenverbands stieg der weltweite Absatz von Halbleitern im September verglichen mit den August-Zahlen um 6,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Stück. Ein derartiges Wachstum habe es zuletzt Anfang der 90er Jahre gegeben, hieß es. Die starke Nachfrage nach Handys, Notebooks und Elektronikartikeln - vor allem in Asien - hat dazu beigetragen, dass die Krise der letzten Jahre langsam aus dem Bewusstsein schwindet.

Nach Umsätzen legte die Branche gegenüber September 2002 um 17,5 Prozent auf aktuell 43,3 Milliarden Dollar zu. Das sequentielle Wachstum belief sich auf 13,7 Prozent. Am stärksten war der Anstieg in Asien, gefolgt von Europa, Japan und Amerika. Knapp ein Drittel des Halbleitermarkts entfällt auf das PC-Geschäft: Hier stiegen der Speicherabsatz um 33 Prozent und das Prozessorgeschäft um 24 Prozent. Während sich die Branche in diesem Jahr auf ein Wachstum von zehn Prozent einstellt, soll der Anstieg im kommenden Jahr laut SIA etwa 17 Prozent betragen.

Gleichzeitig haben die Marktforscher von Mercury Research die Marktanteile von x86-Prozessoren im dritten Quartal veröffentlicht. Demnach konnte Intel seinen Vorsprung gegenüber AMD ausbauen. Intel legte sequentiell um 1,2 Prozentpunkte auf 82,6 Prozent zu, während AMD um 0,8 Prozentpunkte auf 15,8 Prozent verlor. Verglichen mit dem Vorjahr konnte sich AMD jedoch verbessern. Damals hatte der kleine Wettbewerber Intels nur 12,4 Prozent des Markts auf sich vereint.

Beflügelt wurde Intel durch starke Absatzzahlen von Notebook-Chips. Insgesamt waren 19 Prozent aller im dritten Quartal verkauften x86-Prozessoren für den Einsatz in mobilen Rechnern konzipiert. Von April bis Juni hatte deren Anteil noch 18 Prozent betragen. Ungemach könnte Intel künftig aus einer anderen Richtung drohen: Berichten zufolge plant Microsoft den Einsatz vom IBM-Chips in der kommenden Generation seiner Spielekonsole "Xbox". Bislang arbeiten dort Pentium-III-Chips von Intel. (ajf)