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19.11.1999 - 

Icann und NSI einigen sich

Der Dauerstreit um die Vergabe von Domain-Namen ist beigelegt

MÜNCHEN (CW) - Das Ringen um die Vergaberechte von Top-Domain-Namen hat ein Ende. Die jahrelang vom US-Handelsministerium mit der Namensvergabe beauftragte Network Solutions Inc. (NSI) ordnet sich der internationalen Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) unter.

Am 11. November wurden eine Reihe von Dokumenten unterzeichnet, in denen das Zusammenspiel von Icann, NSI und dem amerikanischen Handelsministerium geregelt wurden. Dazu gehört eine Überarbeitung der Regeln zwischen Icann und den Firmen, unter ihnen auch NSI, die im Auftrag dieser Organisation Domain-Namen vergeben. Dabei ging es im wesentlichen darum, einen fairen Wettbewerb der Vergabestellen gegenüber der bislang dominanten NSI zu ermöglichen.

So sollen Kunden zwischen den Vergeberfirmen einfacher wechseln können. Zudem wurde geregelt, daß der freie Zugang zu den Domain-Informationsseiten "Whois" und "Internic" weder von NSI noch von anderen eingeschränkt werden darf. Die Begrenzung seiner Dominanz hat sich NSI durch einen Preiserlaß bei den Lizenzabgaben an Icann bezahlen lassen, die nun 1,25 Millionen Dollar statt wie geplant 1,5 Millionen Dollar betragen.

Der Weg zu dieser Vereinbarung war bis zum Schluß eine Zitterpartie. An dem Kompromiß zwischen NSI, Icann-Vorstand und dem US-Handelsministerium wurde kritisiert, daß die Vereinbarung der NSI angeblich ein Vetorecht bei der Höhe der Registrierungsgebühren einräumt. Dadurch würde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eingeschränkt, die wie NSI von Icann das Recht zur Vergabe von Domain-Namen erhalten haben. Einige Mitglieder der Icann-Unterorganisation DNSO waren zudem ungehalten darüber, daß der Vorstand die jetzige Regelung ohne Rücksprache mit ihnen abgesegnet hat.

"Man sollte jetzt keine Zeit damit vergeuden, sich gegenseitig zu bekriegen, das würde nur NSI nützen", warnte daher im Vorfeld Robert Blokzijl, einer der neun Mitglieder des frisch gewählten Board of Directors von Icann. Offensichtlich hat er sich mit dieser Haltung durchgesetzt, auch wenn Zweifel bleiben.