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03.03.2005

Der deutsche Outsourcing-Markt wächst rasant

Die hiesigen Anwender könnten die auslagerungsfreudigen Briten schon bald überholen.

Der deutsche Outsourcing-Markt hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens TPI wurden in Europas größtem Outsourcing-Land Großbritannien im vergangenen Jahr Deals im Gesamtwert von 13,9 Milliarden Dollar abgeschlossen. Berücksichtigt man keine Währungsschwankungen, ist das ein Zuwachs um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierzulande lag der Total Contract Value (TCV) 2004 bei neun Milliarden Dollar und damit um 221 Prozent höher als 2003. Sollte es bei dieser Wachstumsrate bleiben, wird Deutschland Großbritannien bereits im April überholt haben.

Der deutsche Markt ist heiß umkämpft

Zudem herrscht im deutschen Outsourcing-Markt ein extremer Wettbewerb. Keiner der fünf größten Anbieter - T-Systems, Siemens Business Services (SBS), IBM, Hewlett-Packard (HP) und Atos Origin - kommt derzeit auf mehr als 13 Prozent Marktanteil. Die meisten Kunden stammen aus dem verarbeitenden Gewerbe: Zwischen 2000 und 2004 entfielen 33 Prozent aller in Deutschland abgeschlossenen Deals auf diese Branche. Mit 25 Prozent an zweiter Stelle lag der Finanzdienstleistungssektor, gefolgt von der TK-Industrie und der öffentlichen Hand.

Auch in anderen europäischen Ländern registrieren die Experten einen regelrechten Outsourcing-Boom. In Norwegen etwa stieg der TCV im vergangenen Jahr um 395 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,2 Milliarden Dollar. In den Niederlanden legte der Gesamtwert der 2004 abgeschlossenen Deals um 98,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu. Auch in der Schweiz profitieren die Outsourcer von der Auslagerungswelle in der dominanten pharmazeutischen und Biotech-Industrie: Laut TPI kletterte der TCV um 80 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

Bislang wenig Interesse am Auslagern zeigen dagegen die französischen Firmen. Vor allem für Backoffice-Prozesse nutzen sie nach wie vor lieber Onshore-Ressourcen in den ärmeren Teilen des Landes. Der Gesamtwert der 2004 abgeschlossenen Outsourcing-Deals stieg daher nur um ein Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. (sp)