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25.11.1998 - 

Euro-Umstellung/Kommentar

Der E-Day steht bevor

Die Amerikaner sind bekannt dafür, mit der englischen Sprache recht hemmungslos umzugehen. Einen neuen Anlaß bietet ihnen der Euro. Der Tag seiner Einführung, der 1. Januar 1999, heißt in den USA "E-Day". Das klingt wie "D-Day", der Tag der alliierten Invasion in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs. Wegen des neuen Spielberg-Films "Saving Private Ryan" wird die Anspielung derzeit gut verstanden.

Das Spiel mit solchen Assoziationen ist historisch falsch, aber es wirkt: Wenn US-Unternehmen gedacht haben sollten, seit der D-Day-Invasion festen Fuß in der europäischen Wirtschaft gefaßt zu haben, könnten sie ab dem E-Day wieder vor einem verschlossenen alten Kontinent stehen.

Im Raum steht die Drohung einer geeinten europäischen Wirtschaftsmacht, die es nach verschiedenen Indikatoren mit der amerikanischen gut aufnehmen kann. Wenn US-Konzerne nicht rechtzeitig auf die neue Währung eingestellt sind, haben sie weniger Chancen gegen die europäische Konkurrenz. Die verlorenen Positionen wiederzuerkämpfen dürfte einen hohen Preis fordern.

Das E-Day-Wortspiel soll wachrütteln, in den USA traut man den Europäern einiges zu. Gleichwohl könnten sich US-Manager zwar nicht beruhigt zurücklehnen, aber immerhin Panikgefühle abschütteln. Denn auch die europäische Wirtschaft ist weit davon entfernt, die Vorteile, die ihr der Euro bietet, im globalen Wettbewerb ausspielen zu können.

Es sind vor allem europäische Großkonzerne, die ihre DV-Systeme rechtzeitig auf die kommende Einheitswährung eingestellt haben. Nur wer so die Grundlagen geschaffen hat, kann sich auf die neuen wirtschaftlichen Handlungsrahmen einrichten. Doch der Mittelstand, der ansonsten gern von seiner Wichtigkeit predigt, hat größtenteils gepennt.