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02.03.2001 - 

Beschaffung via Internet

Der E-Procurement-Boom steht noch bevor

MÜNCHEN (CW) - Der große Durchbruch Internet-basierter Bestellsysteme lässt in Deutschland noch auf sich warten. Einer Umfrage der KPMG Consulting AG zufolge ist aber auch hierzulande mit einem Implementierungsschub zu rechnen.

Die knapp 100 befragten Einkaufsleiter deutscher Unternehmen waren sich weitgehend einig: 95 Prozent erwarten von der Einführung elektronischer Beschaffung eine deutliche Senkung ihrer Prozesskosten.

Immer mehr Unternehmen setzen E-Procurement nicht nur für die Versorgung mit Büroartikeln, sondern auch zum Einkauf von Produktionsstoffen ein. Die Chancen, so die Ausgaben für Materialien reduzieren zu können, schätzten zumindest 56 Prozent der Einkaufsleiter hoch ein. Im Schnitt rechnen sie mit einem Einsparvolumen von fünf Prozent.

Laut KPMG hat sich der Gesamtwert der auf elektronischem Weg beschafften Waren innerhalb des letzten Jahres verdoppelt. In Deutschland setzt demnach bereits jedes zweite Unternehmen Internet-basierte Bestellsysteme ein. Dies entspricht einer Zunahme von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu den USA liegt das E-Procurement-Volumen allerdings noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Starke Unterschiede zeichnen sich zwischen den einzelnen Branchen ab. KPMG zufolge ist die elektronische Beschaffung im Automobilbereich am weitesten fortgeschritten. Schlusslicht der Entwicklung sind die Konsumgüterindustrie und der Handel.

Als größten Hemmschuh für die E-Procurement-Einführung nennen die Einkäufer interne Organisationsprobleme: 78 Prozent der Unternehmen begründeten ihre Zurückhaltung mit aufwändigen Anpassungsprozessen. Für die erfolgreiche Implementierung von derartigen Systemen müssen alle betroffenen Bereiche - Rechnungswesen, Einkauf, IT-Abteilung - , aber auch die Lieferanten eingebunden werden.

Die meisten Unternehmen nehmen bei ihren Projekten mittlerweile davon Abstand, E-Procurement-Lösungen selbst zu entwickeln. Laut Umfrage bevorzugen sie Standardprodukte, vor allem von SAP, Commerce One und Ariba.