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17.04.2007

Der Erfolg bereitet Apple Probleme

Das "iPhone" verzögert die Fertigstellung des neuen Mac-Betriebssystems.

Zum zweiten Mal muss Apple die nächste Version des Mac OS X, unter dem Codenamen "Leopard" entwickelt, verschieben. Sie soll jetzt im Oktober dieses Jahres auf den Markt kommen. Ursprünglich war das neue Release des Unix-basierenden Betriebssystems für dieses Frühjahr angekündigt, dann jedoch auf die Worlwide Developers Conference des Anbieters im Juni 2007 in San Francisco vertagt worden. Die Teilnehmer werden jetzt nur eine "Near-final"-Version erhalten.

In der selbstgebauten Falle

Der Grund für die Verschiebung ist das Smartphone "iPhone", das Apple ebenfalls für Juni 2007 versprochen hat. Mit seiner Ankündigung im Januar dieses Jahres hat Apple einen Hype ausgelöst und steht nun unter Druck, den Erwartungen des Publikums auch gerecht zu werden. So heißt es in einer Mitteilung von Apple, das Unternehmen habe Produktentwickler und Ressourcen zur Qualitätssicherung aus dem Leopard-Projekt zugunsten des iPhone abgezogen.

Das Smartphone ist nach Apple-Angaben das wichtigste Produkt des Herstellers seit dem "iPod". Die Firma möchte bis 2008 zehn Millionen iPhones ausliefern und damit ein Prozent des Handy-Markts erobern. Der Anbieter plant zunächst zwei Geräteausführungen: ein Modell mit 4 GB Speicher für 499 Dollar und ein weiteres mit 8 GB Speicher für 599 Dollar. Nach der Juni-Premiere in den USA soll das iPhone noch vor Ende 2007 in Europa und irgendwann im kommenden Jahr in Asien auf den Markt kommen.

Unter den Chor der Apple-Bewunderer mischten sich nach langer Zeit erstmals wieder Skeptiker. So meinte IDC-Analyst Richard Shim: "Dass Apple Leopard wegen des iPhone-Starts hinauszögern muss, zeigt, dass der Konzern sehr schnell diversifiziert und sich mit der Entwicklung beider Produkte übernimmt." Doch die überwiegende Ansicht unter Wallstreet-Analysten lautet: Apples Aktienkurs wird eher von einem gelungenen Start des iPhone abhängen als von einer Verzögerung des Mac-Betriebssystems. Ein Aufschub im nicht mehr so wichtigen Computerbereich ist zu verkraften. Die Nasdaq quittierte die Verschiebung dann auch mit einem nur kleinen Einbruch des Apple-Kurses um fast drei Prozent. Bei Microsoft wird man sich mächtig freuen, hatte sich doch Steve Jobs regelmäßig über Redmonder Produktverzögerungen lustig gemacht. (ls)