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25.02.2000 - 

Kostenkonvergenz zwischen Festnetz und Mobilfunk

Der Euphorie im M-Commerce wird die Ernüchterung folgen

BERLIN (pg) - Der Mobilfunkmarkt steht vor einschneidenden Änderungen. Triebfedern sind dabei die zumehmende Verflechtung mit dem Internet sowie internationale Fusionen à la Vodafone und Mannesmann. Sie werden Anwendungen und Tarife beeinflussen.

Eines der jüngsten Beispiele für die Verschmelzung von Mobilfunk und Internet ist das kürzlich angekündigte Joint Venture zwischen den Telekom-Töchtern T-Mobile International und T-Online. Aufgabe des Unternehmens wird sein, die Aktivitäten der beiden Muttergesellschaften im Bereich des Mobile Commerce (M-Commerce) in einem Portal zu koordinieren. Für den mobilen Einkaufsbummel im Internet per Handy sollen Services aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Sicherheit, Einkauf, Unterhaltung und Information angeboten und weitere Umsätze generiert werden.

Mit der Idee eines M-Commerce-Portals hat die Telekom allerdings kein neues Konzept entwickelt. Sie kontert damit lediglich Ankündigungen von Vodafone und E-Plus. Doch vor der derzeit grassierenden M-Commerce-Euphorie kann Rudolf Fischer, Leiter der Time-Practice bei Arthur D. Little, nur warnen. Er prognostiziert dem M-Commerce für die zweite Jahreshälfte eine Phase der Ernüchterung. "Neun von zehn Startups werden wieder verschwinden", sagt der Experte, der erst nächstes Jahres mit vernünftigen Anwendungen rechnet.

Ähnlich vorsichtige Töne schlägt auch Kai-Uwe Ricke, Vorstandsvorsitzender der T-Mobile International AG, an. "Dem Kommunikationsbudget des Kunden sind Grenzen gesetzt, die der Hype im Moment ignoriert", gab Ricke kürzlich in Berlin zu bedenken. Überhaupt erwartet Ricke "eine revolutionäre Umwälzung des Mobilfunks". Dazu werde nicht nur das Internet, sondern auch die Fusion von Vodafone und Mannesmann beitragen. "In drei Jahren werden Roaming-Gebühren der Vergangenheit angehören, weil Vodafone mit entsprechenden Tarifen dafür sorgt", glaubt Ricke. Das Geld, das Netzbetreiber heute in die Subventionierung der Endgeräte stecken, müsse schon bald in Tarife investiert werden. Außerdem werde der Markt eine Kostenkonvergenz zwischen Mobilfunk und Festnetz erzwingen.