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13.10.1995

Der Exchange Server soll es richten Microsofts Back Office uebt auf Kunden nur geringen Reiz aus

FRAMINGHAM (IDG) - Ein Jahr nach der Markteinfuehrung des Server- Anwendungspakets "Back Office" ist Microsofts Verkaufsbilanz eher bescheiden. Anders als im Desktop-Markt, wo sich immer mehr Anwender fuer Office-Suites entscheiden, zeigen sich nur wenige Unternehmen bereit, in ein Allround-Paket rund um den Windows NT Server 3.51 zu investieren.

Im Server-Umfeld verhalten sich Kunden kostenbewusster als im Desktop-Bereich. Sie achten darauf, ausschliesslich die fuer bestimmte Aufgaben benoetigten Produkte anzuschaffen. Weil eine akzeptable Groupware fehlt, duerfte auch Microsofts neueste Back- Office-Version 1.5, die sich aus dem NT-Betriebssystem, der Datenbank SQL Server 6.0, dem Systems Management Server 1.1, dem Mail Server 3.5 und dem SNA Server 2.11 zusammensetzt, als Gesamtpaket wenig Abnehmer finden. Die Einzelkomponenten des in diesen Tagen erwarteten Pakets werden sich dagegen nach Einschaetzung von Marktbeobachtern ebenso gut verkaufen wie in den vorherigen Versionen.

"Ganz sicher ist heute der SQL Server das strategische Produkt in unserem Back-Office-Paket, aber das wird sich mit dem Erscheinen des Exchange Server aendern", prophezeit Marketing-Direktor Collins Hemingway. Die kuenftige Notes-Alternative soll Microsofts Mail- Komponente abloesen und zusaetzliche Funktionalitaet bieten. Mit dem Erscheinen des Produkts rechnen die Kunden nach einigen Verzoegerungen nun im ersten Quartal naechsten Jahres.

Die beliebteste Produktkombination aus dem Microsoft-Spektrum sind im Server-Bereich zur Zeit das Betriebs- und das Datenbanksystem. Beide werden haeufig um die Mail-Komponente ergaenzt. Allein im zweiten Quartal dieses Jahres hat Microsoft rund 90000 NT-Server- Lizenzen abgesetzt. IDC geht davon aus, dass die Gates-Company in diesem Jahr rund 390000 verkaufte Einheiten vorweisen kann. Diese Zahl, die jeweils zur Haelfte Anwendungs-Server und File- beziehungsweise Print-Server umfasst, schliesst noch nicht einmal Upgrades von frueheren NT-Versionen mit ein.

Obwohl das Back-Office-Paket bisher nicht die Verkaufszahlen erzielen konnte, die Microsoft gerne saehe, gilt das Softwarebuendel unter Marktkennern als geschickte Marketing-Massnahme. Vor allem wenn der Exchange Server verfuegbar sei und seine Funktionen sich zusammen mit der Datenbank SQL Server nutzen liessen, werde sich dem Anwender der Nutzen erschliessen. Mit Back Office koennten die Kunden ihre PC-Umgebung dann wie eine abgespeckte AS/400 nutzen: Alle Server-Funktionen liegen zusammen in einem System.