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Thema der Woche


19.06.1998 - 

Der Fall Compaq

Mit Überraschung quittierten Experten, daß die FTC in ihrem Feldzug gegen Intel auch einen Schlagabtausch zwischen Intel und Compaq vom November 1994 aufgriff. Compaq ist bei weitem Intels größter Kunde, sowohl was die Zahl gelieferter Prozessoren als natürlich auch, was den Umsatz angeht. Produkte im Wert von rund zwei Milliarden Dollar kaufte Compaq 1997 bei Intel. Zum Vergleich: Digital habe, so die Informationen der FTC, in den vergangenen Jahren jeweils für etwa 250 Millionen Dollar Waren bei Intel erworben.

Ende 1994 zerrte Compaq die Packard Bell Electronics Inc. (heute Packard Bell-NEC) vor den Kadi, weil letztere unrechtmäßig von Compaq patentierte Technologie in ihren Rechnern benutzt habe. Hierzu ist zu sagen, daß Compaq zu den wenigen Firmen weltweit gehört, die das Layout von Systemplatinen selbst entwerfen, um sie insbesondere für ihre Server zu optimieren. Intel stellt aber selbst im großen Stil Systemplatinen her und besitzt hier einen Marktanteil, den Experten heute auf rund 20 Prozent schätzen. Die von Compaq bei Packard Bell beanstandeten Produkte stammten von Intel, weswegen sich das Unternehmen auf die Seite von Packard Bell schlug, um Schadensersatzansprüche abzuwehren.

Auch gegen Compaq zog Intel alle bekannten Register, was zur Folge hatte, daß Compaq seine selbstentwickelte und patentierte Technologie an Intel lizenzierte.