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Drill statt Spaß

Der Griff in Opas Mottenkiste

20.12.2002
MÜNCHEN (CW) - Ordnung, Fleiß und Disziplin fordert die 30-jährige Autorin Judith Mair. Kreativität und Freiraum für Mitarbeiter haben ihrer Meinung nach nichts in der modernen Arbeitswelt verloren. Mit solchen provokanten Thesen hat sie es zumindest geschafft, jede Menge Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Duzen ist tabu, Einheitskostüm dagegen in. Die Mitarbeiter müssen um Punkt neun Uhr am Schreibtisch sitzen. Klare Arbeitsaufgaben strukturieren den Tag, bis die Bürosirene schrillt. Zu viel Freiheiten und Entscheidungsspielraum überfordern schließlich den Arbeitnehmer. Mit solch autoritären Ansichten versucht die Inhaberin des Kölner Kommunikationsbüros Mair u.a. ihr Firmencredo unters Volk zu bringen.

Doch bei aller Kritik am autoritären Habitus der 30-Jährigen verbergen sich in ihren Überlegungen einige Wahrheiten. Mit dem New-Economy-Hype kam das Motto auf, Arbeit allein mache glücklich. Einige verknüpften Beruf- und Privatleben nachhaltig miteinander. Die studierte Grafikerin argumentiert, dass klar definierte Arbeitszeiten durchaus Vorteile für den Einzelnen haben. Während in den Hochzeiten der New Economy der Bogen völlig überspannt wurde, was die neuen Chancen im Berufsleben der Wissensarbeiter betraf, zeichnet Mair ein extremes Schwarzweiß-Bild des neuen Arbeitslebens. (iw)

Judith Mair: Schluss mit Lustig. Warum Leistung und Disziplin mehr bringen als emotionale Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main, 2002. 176 Seiten, 16,90 Euro.

ISBN 3-8218-3962-7.