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03.07.2006

"Der größte Kostenblock in einem Unternehmen sind Managementfehler."

ComputerPartner Chefredaktion Tel.: 089 36086-388 Fax: 089 36086-389 E-Mail: dsicking@computerpartner.de

SchmidtColleg GmbH & Co. KG Geschäftsführung Herrn Dr. Dr. Cay von Fournier Innsbrucker Straße 5 10825 Berlin

München, 03.07.2006

"Der größte Kostenblock in einem Unternehmen sind Managementfehler."

Sehr geehrter Herr Dr. von Fournier,

im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von 7.500 Arbeitsplätzen bei der Allianz kam mir Ihr Buch "Die 10 Gebote für ein gesundes Unternehmen" in den Sinn. Genauer der Satz: "Der größte Kostenblock in einem Unternehmen sind Managementfehler." Und nicht die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter, schreiben Sie weiter, seien "keine Kosten, sondern Investitionen".

Der größte Kostenblock in einem Unternehmen sind nicht die Mitarbeiter, sondern Managementfehler - das ist ein Satz, der bei vielen, die ihn lesen oder hören, Zustimmungszwang auslöst - vor allem bei jenen, deren Arbeitsplatz auf der Streichliste steht.

Aber ist es so einfach? Nehmen wir das Beispiel Allianz. Vielleicht wäre es ja ein Managementfehler, die 7.500 Arbeitsplätze nicht abzubauen. Vielleicht müsste das Unternehmen, wenn es heute nicht 7.500 Stellen abbaut, in einigen Jahren ein Vielfaches an Arbeitsplätzen abbauen. Und man mag Mitarbeiter als Investitionen betrachten, aber wie oft haben Unternehmen schon falsche Investitionen vorgenommen? Eine Fehlinvestition kann durchaus darin bestehen, dass der Unternehmer zu viele oder auch die falschen Mitarbeiter einstellt. Und ich denke, wir sind uns einig, dass es ebenfalls ein Managementfehler ist, wenn die Firmenleitung auf ein rückläufiges Geschäft nicht mit einer Anpassung der Belegschaftsgröße reagiert.

Das Dumme mit den Fehlern ist, dass sie sich erst immer hinterher zu erkennen geben. Eine Entscheidung entpuppt sich immer nur im Nachhinein als Fehlentscheidung. Oder kennen Sie einen Unternehmer, der sagt: "Jetzt treffe ich mal folgende Fehlentscheidung!"?

Insofern fürchte ich, sehr geehrter Herr von Fournier, ist Ihre Aussage, so gut sie klingt, reine Rhetorik.

Mit freundlichen Grüßen

Damian Sicking