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09.08.1996 - 

Ein ständiges Kommen und Gehen

Der häufige Wechsel von CIOs gefährdet US-Unternehmen

Etwa 30 Prozent der CIOs bleiben nach einer Auswertung von Paul Strassmann dem Unternehmen nur zwischen 25 und 28 Monaten treu, ein weiteres Drittel drei bis sechs Jahre. Bei so kurzer Beschäftigungsdauer müssen Unternehmen mit unzulänglichen Systemen rechnen. Es bedarf zwischen sieben und mehr als zehn Jahren, eine langlebige Systemarchitektur mit geringem Wartungsaufwand zu planen und zu erstellen. Diese langfristige Perspektive kann indes nicht durchgehalten werden, wenn ein ständiges Kommen und Gehen der CIOs vorherrscht. Die Gründe für den Weggang von CIOs - Pensionierung, Karriereaufstieg oder Entlassung - spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist vielmehr die Unsicherheit bei kurzlebigen Zusagen von Führungskräften.

Darüber hinaus beschleunigt Instabilität auf der CIO-Ebene die Auslagerung des IT-Supports. Sie verstärkt auch eventuell vorherrschende Tendenzen zu chaotischen Lösungen des System-Managements und die Suche nach außenstehenden Experten für Know-how, das aus dem eigenen Unternehmen stammen sollte. Angesichts dieser Konsequenzen betrifft die hohe Fluktuationsrate der CIOs jeden Mitarbeiter der IT-Abteilung.

Die Rolle der CIOs ist es, die Informationsqualität zu sichern und zu steigern. Dies setzt voraus, daß sie langfristi- ge Verpflichtungen eingehen, um die Informationsinfrastruktur weiterzuentwickeln und die Qualifikation von Systemexperten zu fördern. Die Gleichgültigkeit vieler CIOs gegenüber der Jahr-2000-Problematik beweist indes, daß sie nicht damit rechnen, bei dem vorhersehbaren Systemdesaster noch im Unternehmen zu sein. Dieses indifferente Verhalten gegenüber dem System-Management ist ein Symptom des Fluktuationsproblems. Der häufige Wechsel verstärkt Unregelmäßigkeiten im Management und macht die Informationstechnik weit weniger effektiv, als sie sein könnte.