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13.11.2008 - 

Top Ten - Großunternehmen

Der Herrscher über das Wissen

Rheinmetall-CIO Markus Bentele ist Wissensorganisation ebenso wichtig wie das reibungslose Funktionieren der IT.

Viele reden über Collaboration und Web 2.0 im Unternehmen, hier wurde es realisiert." So begründet ein Jury-Mitglied den Platz in der Top-Ten-Liste zum "CIO des Jahres" für Markus Bentele von Rheinmetall. Der 43-jährige Wirtschafts- und Organisationswissenschaftler kann für sich in Anspruch nehmen, einer der wenigen IT-Chefs der Republik zu sein, der auch noch den Titel eines Chief Knowledge Officer (CKO) innehat. Und weil er beide Gebiete verantwortet, das des technischen und das des wissensbezogenen Prozessverantwortlichen, weiß er am besten, was zu tun ist, damit das Zusammenspiel aus IT und Wissen gut funktioniert.

Durch die Vernetzung aller Mitarbeiter, so das Credo des IT-Managers, werden Daten, Informationen und Erfahrungswissen in die Geschäftsprozesse eingebracht.

Technisch läuft der Wissensaustausch auf der konzernübergreifenden Plattform "Gate2" (Basis ist ein SAP-Portal EP 7). Diese Plattform stellt neben ERP-, BI- und Web-Content-Funktionen sowie den zentralen und dezentralen Intranet-Inhalten auch Web-2.0-Funktionalitäten zur Verfügung, die es Mitarbeitern ermöglichen, über Standortgrenzen hinweg schnell und flexibel miteinander zu arbeiten, ohne - und das ist Bentele und seinen Kollegen für die Tagesarbeit wichtig - viel an der heterogenen und gewachsenen IT-Struktur "herumschrauben" zu müssen.

Dem ganzheitlich denkenden Manager kommt es auf Folgendes an: Zum einen muss das Unternehmen, um in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, alles tun, damit den Mitarbeitern das relevante Wissen zur Verfügung steht. Zum anderen brauchen diese wiederum Arbeitsbedingungen, die einen schnellen Zugriff auf Informationen und Best-Practice-Erfahrungen sowie den wichtigen Gedankenaustausch ermöglichen. Und schließlich hat Bentele - in Offenheit und Transparenz für die Arbeitnehmervertreter - eine Plattform installiert, in der sich Mitarbeiter freiwillig und mit Hilfe einer eigenen Beschreibung in Profilen (Yellow Pages) eintragen und konzernweit vernetzen können.

Er setzt sich mit seinem Team für das Wissen im Unternehmen ein, tut dies aber ohne eine spezielle organisatorische Struktur. Vielmehr gibt es einen Arbeitskreis, in dem Vertreter der Gesellschaften und verschiedener Fachbereiche sitzen, erzählt der Manager. Im Grunde geht es darum, die Mitarbeiter vom Nutzen der elektronischen Zusammenarbeit - angefangen von Web-Conferencing über Instant-Messaging bis zu firmeneigenen Wikis - zu überzeugen sowie den Bedürfnissen der Fachbereiche zu entsprechen. Dazu dienen beispielsweise Teambereiche für die standortübergreifende Projektarbeit. Mitarbeiter müssten aus Eigeninteresse bereit sein, modernste IT-Werkzeuge einzusetzen, deshalb spiele das Thema einer zusätzlichen Incentivierung keine Rolle.

Markus Bentele (43), Rheinmetall

Position: Corporate CIO und Corporate CKO.

Branche: Industrie (Mitarbeiter: zirka18 800).

Ein CIO ist ... dann erfolgreich, wenn er Leidenschaft und Unternehmertum in sich vereint.

Er liest gerade ... Don Tapscott, Anthony Williams: "Wikinomics".

Lieblingsfächer ... in der Schule: Erdkunde und Physik.

Wichtigstes Projekt:

Einführung eines konzernweiten Wissens- und Prozess-Managements.

Beschreibung: Konzeption und Entwicklung einer Collaboration-Suite und Portallandschaft.

Projektbereiche: Vernetzung/Telefonie; Business Intelligence; Datenqualität/-Management; ECM, Dokumenten-Management, Archivierung; WissensManagement; Messaging und Collaboration; Konsolidierung (IT-Infrastruktur);Virtualisierung.