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27.04.2001 - 

Open-Source-Software/Kommentar

Der Hype hat ein Ende

Ludger Schmitz Redakteur CW

Auf Linux spezialisierte Serviceunternehmen kämpfen ums Überleben. Die Aktienkurse US-amerikanischer Linux-Companies an der Nasdaq sind genau so katastrophal abgestürzt wie die von Internet-Firmen. Viele schöne Meldungen gab es nicht gerade in letzter Zeit, die Erfolgsstories sind rar geworden. Wenn keine heiße Luft mehr kommt, wird der Ballon schlaff und sinkt wieder zu Boden. Linux ist auf diesem Boden der Realität angekommen - wenn auch, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Es hat in den letzten zwei Jahren einen unglaublichen Hype um Linux und Open-Source-Software gegeben. Seine Hauptquellen waren Wut und Hoffnung. Die Wut galt dem selbstherrlichen, arroganten Gebaren von Microsoft und seiner monopolistischen Fesselung der Anwender. Die Hoffnung bestand darin, dass mit Linux eine Alternative groß wird, die schon aufgrund ihres Open-Source-Konzeptes weniger Gefahren der Entstehung eines neuen Monopols birgt.

Doch es hat sich gezeigt, dass eine Menge Begeisterte noch lange keine Revolution sind. Es ist ein Irrtum zu glauben, eine allseits geschätzte Persönlichkeit wie Linus Torvalds als "Vater" von Linux bräuchte nur mit dem Finger zu schnippen, und alles werde gut. Wenn Tausende Feierabendprogrammierer gleichzeitig in die Tastatur hauen, entsteht nicht gleich die tollste Software der Welt. Das geistige Fundament, die Ideologie hinter Linux, selbst seine quelloffene Form zum Nulltarif sind professionellen Anwendern schnuppe. Wenn etwas die IT-Aufgaben in den Unternehmen erledigen kann, zahlen die auch dafür.

Open Source wird nicht nach Kostenaspekten beurteilt. Den Rechenfüchsen in den Unternehmen ist sehr wohl klar, dass Linux Folgekosten nach sich zieht: Nur entsprechende Experten können es so einrichten und verwalten, dass es tatsächlich besser als die Microsoft-Konkurrenz ist. Verträge mit Service-Unternehmen kosten, wirklich gute Berater sind rar. Gutes gibt es nie umsonst.