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Diskussion auf dem Karrierezentrum


20.03.1992 - 

Der Informations-Manager ist auf gute Beratung angewiesen

HANNOVER (hp) - Die ideale DV-Spitzenkraft soll sechsstellige Akronyme verstehen, ihr Unternehmen in mindestens fünf Standardisierungsgremien repräsentieren, psychologische Hilfestellung leisten können und die DV würdig in der Geschäftsleitung vertreten. Über diese teilweise unrealistischen Anforderungen an den Informations-Manager, diskutierten Experten auf dem Karrierezentrum der COMPUTERWOCHE.

"Auch der Informations-Manager kann nicht alles wissen. Deshalb muß er lernen, sich gut beraten zu lassen", meint Helmut Krcmar, Professor am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität Hohenheim. Dazu brauche die Spitzenkraft zwei Standbeine, eines in der Technik, das andere im betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Bereich. Der durch die DV bedingte bessere Informationsfluß stellt auch die Informations-Manager vor neue Anforderungen. "Hiermit verbunden ist eine offene Kommunikationsstruktur, die Sozialkompetenz voraussetzt", resümiert Arnold Picot, Professor am Institut für Organisation der Universität München.

In den USA ist Informationsverarbeitung schon oft Chefsache - dort sind die Chief Information Officer (CIO) meist auf der obersten Hierarchiestufe angesiedelt. In Europa läßt sich dieser Trend zwar festzustellen, aber noch lange nicht in diesem Ausmaße. "Allerdings nützt es wenig, den DV-Leiter in Informations-Manager umzubenennen und in die Topetage zu versetzen", erklärt Krcmar. Um gute Ergebnisse zu erzielen müsse zuerst der Informationsfluß im Unternehmen optimiert werden.

Dieser Auffassung konnten sich aber nicht alle Diskussionsteilnehmer anschließen. "Bei der Umorganisation der DV ist es unbedingt notwendig einen Befürworter in der Chefetage zu haben", argumentiert Stephan Zelewski von der Universität Köln. Auch die Funktion der DV im Unternehmen wird von den Diskussionspartnern unterschiedlich beurteilt. Während ein Teil die DV-Abteilung als reinen Servicebetrieb ansieht, hat sie Zelewski zufolge auch restriktive Aufgaben. "Besonders wenn nicht bedarfsorientiert, sondern aus Prestigeerwägungen gekauft wird, entsteht ein Hard- und Softwarewildwuchs. Hier muß die DV-Abteilung eingreifen."