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06.12.1996 - 

Office-Pakete im Fadenkreuz

Der Java-Boom ist Anbietern von Suites ein Dorn im Auge

Nach wie vor garantieren Bürosuites - das gilt vor allen Dingen für den Windows-Giganten Microsoft - sichere Einnahmen. Nicht zuletzt dem Geschäft mit "Office" verdankt die Gates-Company eine stets gefüllte Kriegskasse, mit der Konkurrenten in anderen Produktsegmenten aus dem Rennen bugsiert werden konnten. Doch auch das in den letzten Monaten forcierte Engagement diverser Hersteller wie Lotus mit "Smartsuite", Star Division mit "Star Office" sowie von Corel mit "Office Professional" kommt nicht von ungefähr.

Entwicklung mit Java ist voll im Trend

Den monolithischen Paketen droht Konkurrenz von kompakter Componentware, wie sie sich mit Java entwickeln läßt. Das steigende Interesse an der Entwicklung Java-basierter Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen, Grafikapplikationen und Präsentations-Tools, die sich preiswerter als ihre Desktop-Derivate auf sogenannten Network Computers (NCs) einsetzen lassen, zwingt die Hersteller von Office & Co. zum Umdenken. Java gibt, so die Ansicht von Experten, Software-Entwicklern eine neue, attraktive Lösung an die Hand, mit der sich plattformunabhängige Applikationen generieren lassen - und das weitaus kostengünstiger und effizienter als mit klassischen Mitteln. Hinzu kommt die Feststellung, daß es sich beim Gros der NC-Benutzer um Anwender aus dem geschäftlichen Bereich handelt - eine Zielgruppe also, die auch in der Vergangenheit Hauptabnehmer der Produktivitätsprogramme war.

Kein Wunder, daß etwa Corel Anfang des kommenden Jahres eine Java-basierte Office-Version auf den Markt bringen will. Der Rivale Lotus andererseits hat bekanntgegeben, eine entsprechende Java-Suite bereits Ende 1996 zur Verfügung stellen zu wollen. Außenseiter Cooper & Peters Inc., ein Softwarehaus aus Denver, Colorado, wiederum plant, im ersten Quartal 1997 eine Sammlung aus Java-Applets anzubieten, die - ähnlich der Lotus-Strategie mit Notes - je nach Belieben in andere Applikationen eingebunden werden können.