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27.10.1989

Der Krieg hat begonnen

Wer hätte das gedacht: Noch vor zwei Wochen wäre eine Veranstaltung wie die von Olivetti in Brüssel zur Vorstellung eines EISA-Rechners der Hit gewesen. Doch heute warten die Journalisten gelassen darauf daß der MCA-Antipode einen Tag später auch in Deutschland auf der SYSTEMS vorgeführt wird. Das liegt nicht nur an Terminüberschneidungen: Auf der SYSTEMS hatte das Thema EISA bereits volle Fahrt aufgenommen.

Auch die Tonart wird zunehmen härter zwischen den Beteiligten: Auf der Diskussionsveranstaltung zum Thema Busstrukturen beharkten sich Andreas Barth von Compaq und IBMs Vertreter Reinhard Fasshauer schon nicht mehr sehr zurückhaltend. Da klangen von seiten des EISA-Konsortium-Anführers Compaq harsche Töne an über die mangelnde Abwärtskompatibilität des MCA-Busses. Wer sich in die Arme von IBM werfe, würde deren Machtmonopol weiter festigen und sich selber in totale Abhängigkeit von Big Blue begeben. Früher oder später käme das den Anwender teuer zu stehen. Denn habe IBM erst mal den Markt im Sack, könne sie nach Gutdünken auch die Preise verwalten.

Big Blue konterte im Stil eines Industriegiganten: Zweifel daran, der proprietäre MCA-Bus könnte möglicherweise doch nicht State-of-the-Art sein, wurden lächelnd vom Tisch gewischt. Bedenken, mit dem Obersiegen des IBM-Standards würde sich eine ganze Branche für die Zukunft in den Würgegriff der Armonker begeben, konnte Fasshauer gar nicht nachvollziehen. Denn nur das Beste will man für den Anwender - und IBM biete mit dem MCA das Größte, was man sich denken kann.

Der Bus-Krieg jedenfalls ist spätestens seit der SYSTEMS erklärt.+