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12.07.2005

Der künftige Mobilcom-Chef träumt von großen Zukäufen

Die Fusion läuft an, Eckhard Spoerr ist neuer Chef.

Nach der angekündigten Verschmelzung von Mobilcom und Freenet will der designierte CEO Eckhard Spoerr das Kapital des Unternehmens zügig für Investitionen nutzen. Eigenen Angaben zufolge verfügt die TK-Firma insgesamt über mehr als 330 Millionen Euro an Barmitteln. Als mögliche Übernahmeziele brachte Spoerr erneut Arcor und AOL Deutschland ins Spiel. Sollten sich keine geeigneten Kaufkandidaten finden, müsse die Kapitalstruktur verbessert werden. Diese Aussage führte unter anderem dazu, dass die Aktienkurse der Firmen deutlich zulegen konnten.

Die Vorstände von Freenet und Mobilcom hatten sich am Ende vergangener Woche auf die Verschmelzung beider Gesellschaften geeinigt. Für je eine Freenet-Aktie sollen 1,15 und für jedes Mobilcom-Papier eine Aktie der neuen Gesellschaft gewährt werden. Die kombinierte Firma wird ihren Sitz in Büdelsdorf, Schleswig-Holstein, haben, wo Mobilcom ansässig ist. Freenet-Chef Spoerr wird ab dem 1. September 2005 Vorstandsvorsitzender der "neuen Mobilcom".

Mobilcom-Chef Thorsten Grenz, der mit Spoerr um den Chefposten konkurriert hatte und als Favorit galt, legt sein Amt zum 31. August nieder und scheidet "in bestem Einvernehmen" aus dem Unternehmen aus. Beide Aufsichtsräte hätten dem Plan zugestimmt, hieß es. Das Umtauschverhältnis der Aktien muss aber noch von einem Prüfer bestätigt werden.

Derweil berichtete der "Spiegel", Mobilcom-Chef Grenz habe wegen einer Auseinandersetzung mit dem Großaktionär Texas Pacific Group (TPG) das Handtuch geworfen. Kern der Auseinandersetzung sei der Wunsch der Investoren, eine Sonderausschüttung einzuleiten, die über die finanziellen Reserven hinausgehen würde. Für Grenz, so der "Spiegel" mit Verweis auf Aufsichtsratsmitglieder, komme eine Verschuldung der Gesellschaft zu diesem Zweck nicht in Frage. Stattdessen soll der Manager im Aufsichtsrat für massive Investitionen in die Infrastruktur geworben haben. Spoerr hingegen, so das Nachrichtenmagazin, habe sich in Sachen Kapitalausschüttung "offenbar geschmeidiger" gezeigt. (ajf)