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06.04.1984

Der lange Marsch durch die DekadeDas DV-Management und das Unternehmens-Management stehen heute gleichermaßen vor einer neuen Herausforderung bei Gestaltung und Einsatz der Informationssysteme. Diese Herausforderung hat mit der technischen und organisato

m Ausbau der einzelnen Teilsysteme im Vergleich zur strategischen Relevanz (das heißt zur Auswirkung auf die kritischen Erfolgsfaktoren) und zum Branchendurchschnitt genau verfolgen und daraus gezielte Entwicklungsmaßnahmen ableiten.

Aus dem strategisch erforderlichen Mix von Teilsystemen (das heißt den Teilsystemen mit der größten Auswirkung auf die Erfolgsfaktoren) sollte auch die erforderliche Spannbreite der Systemverantwortung abgeleitet werden.

Dieses Mix beinhaltet in der Regel nicht nur die DV-Anlagen und die DV-Peripherie sondern auch Bürogeräte sowie die Nebenstellenanlage und die Kommunikations-Endgeräte.

In vielen Unternehmen überschneiden sich Beschaffungs- und Planungskompetenzen für diese Teilsysteme. In dem Maß, in dem die Systemzusammenhänge in den nächsten zehn Jahren intensiver und wichtiger werden, dürften ungesteuerte Zuständigkeitsüberschneidungen zu immer spürbareren Problemen führen.

Anstatt der systemtechnischen Entwicklung von der Zuständigkeitsstruktur her hinterherzuhinken, sollten die Unternehmen in Zukunft dieser Hinsicht vorauseilen. Denn nur so kann sichergestellt werden, daß ein gesamtheitlicher langfristiger Plan überhaupt zustande kommt.

In der Tat müssen wir uns darüber klar werden, wie wir uns planend auf die Zukunft vorbereiten wollen:

- zielorientiert oder

- opportunitätsorientiert.

Bei der zielorientierten Vorgehensweise bestimmen wir den wünschenswerten und wahrscheinlich möglichen Stand der Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssysteme mit einem mindestens fünfjährigen Horizont und planen dann die Entwicklung der Teilsysteme auf diesen Teilzustand hin.

Bei der opportunitätsorientierten Vorgehanzweise bauen wir schrittweise auf der bestehenden System- und Anwendungsstruktur auf, wobei als Ziel jeweils nur der nächstmögliche Verbesserungsschritt definierte wird. Diese Vorgehensweise wird heute in den meisten Unternehmen verfolgt, allerdings in der Regel nicht mit einer bewußten Absicht. Sie kann gefährlich werden, wenn sich die strategische Rolle der Informationsverarbeitung und Kommunikation für das Geschäft in Zukunft signifikant ändert.

Daher ist es entscheidend, neben der Kenntnis der System- und Anwendungsentwicklungen in den nächsten zehn Jahren auch eine Positionierung der derzeitigen und zukünftigen strategischen Bedeutung der Informationssysteme vorzunehmen. Unternehmen, deren Informationssysteme in die Bewertungsfelder "Waffe" oder "Durchbruch" fallen, müssen eindeutig eine zielorientierte Vorgehensweise bei der Entwicklung ihrer Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssysteme einschlagen.

Diese Zusammenhänge im Unternehmen klarzumachen, wird eine der schwierigsten Aufgaben des DV-Managements sein. Denn es entsteht leicht der Eindruck, die eigene Position aufwerten zu wollen.

Dr. Tom Sommerlatte ist Geschäftsführer der Arthur D. Little International, Wiesbaden.

Grafiken: Arthur D. Little International Wiesbaden

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AU:Tom Sommerlatte