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Der lange Weg in die Unternehmens-DV

22.05.1998

Borland versucht schon seit gut vier Jahren, das Image der Desktop-Company loszuwerden und sich als Lieferant für Enterprise-Software zu positionieren. Im Zuge dieser Anstrengungen gab der Hersteller die Politik der 99-Mark-Tools auf und baute seine Rapid-Application-Development-(RAD-)Werkzeuge für die Entwicklung von Client-Server-Anwendungen aus.

Eine Perspektive über den Windows-Tellerrand hinaus eröffneten im letzten Jahr die zusätzliche Unterstützung der AS/400. Die Übernahme der Open Environment Corp. (OEC) und deren Applikations-Server "Entera" sollte Borlands Ambitionen im Middleware-Markt beflügeln. Hinzu kamen in dieser Kategorie die Eigenentwicklungen "Intrabuilder" und "Midas".

Bei ersterem handelt es sich um eine Software zur Anbindung von Datenbanken an das Web, Midas fungiert als Business Object Broker. Alle drei Produkte freilich waren nicht dazu angetan, Borland zum Enterprise-Lieferanten aufzuwerten.

Der ohnehin nicht besonders weit verbreitete Entera-Server basiert auf dem Distributed Computing Environment (DCE), das an Bedeutung verliert. Midas erweitert Microsofts DCOM um automatische Lastverteilung sowie Fail-over und eröffnet damit nur zeitliche begrenzte Geschäftsmöglichkeiten - NT 5.0 soll diese Funktionen von Haus aus bieten.

Intrabuilder schließlich beschränkt die Programmierung auf Javascript und läuft trotz gegenteiliger Ankündigungen nur unter Windows NT.

Im Back-end schließlich gliederte Borland die Interbase-Datenbank in eine eigene Abteilung aus, deren Vertriebsmodell sich in erster Linie an Softwarehäusern ausrichtet.

Nach dem Zukauf von Visigenics Corba-Know-how und dem geplanten Ausbau des erfolgreichen Java-Tools "Jbuilder" trauen die Analysten dem auf Inprise umgetauften Unternehmen nun den Sprung in die IT-Abteilungen großer Unternehmen zu. Neben Consulting-Diensten spielt dabei der angekündigte Applikation-Server eine zentrale Rolle. Er soll die gängigen Objektmodelle unterstützen, Entera-Kunden einen Migrationspfad bieten und die Anbindung objektbasierter Anwendungen an ERP-Lösungen erlauben.