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12.05.2006

Der Laserkonkurrent

Ricohs Gel-Sprinter-Technologie ist nun seit einem Jahr auf dem Markt. Im Juni erscheinen Geräte der zweite Generation. Was neu an den Maschinen ist, erfahren Sie hier.

Von Hans-Jürgen Humbert

Vor rund einem Jahr präsentierte Ricoh erstmals eine neue Technologie im Tintenstrahlersegment. Anstelle flüssiger Tinte verwenden die so genannten Gel-Sprinter-Drucker ein Gel, das unter hohem Druck auf das Papier gespritzt wird. Die größten Vorteile dieser Technologie: kein Verlaufen der Farben auch auf Normalpapier, kein Verschmieren der Ausdrucke und recht niedrige Verbrauchskosten.

Auch die Drucker der zweiten Generation weisen diese Vorteile auf, aber Ricoh hat noch weitere Innovationen in die neuen Geräte integriert. Gleich drei Geräte auf Gel-Basis - "Aficio GX 3000", "Aficio GX 3050N" und "Aficio GX 5050N" - will das Unternehmen im Juni auf den Markt bringen.

Schon vom Äußeren her unterscheiden sich die Geräte von der ersten Generation. Waren deren Gehäuse noch recht kantig und eckig - das Design soll polarisieren, begründete das Unternehmen damals das Aussahen der Drucker - , unterscheiden sich die Geräte beim Design kaum noch von den Wettbewerbern. Abgerundete Ecken sollen den neuen Maschinen ein gefälliges und modernes Aussehen verleihen.

Die drei Maschinen sind für den harten Büroalltag konzipiert und sollen durch hohe Druckgeschwindigkeit bei niedrigeren Verbrauchskosten punkten. Der kleinste, der Aficio GX 3000, unterscheidet sich vom 3050N nur durch den fehlenden Netzwerkanschluss, der aber nachgerüstet werden kann. Bei einer Aufwärmzeit von unter 35 Sekunden liefern beide Geräte den ersten Ausdruck nach weniger als 8,5 Sekunden. Die Druckgeschwindigkeit liegt bei bis zu 10,5 Seiten in Schwarzweiß und bis zu 8,5 Farbseiten pro Minute. Ein spezieller High-Speed-Modus steigert die Druckausgabe auf 29 Seiten pro Minute, sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe.

Der leistungsstärkere Aficio GX 5050N besitzt ebenfalls einen Netzwerkanschluss und schafft bis zu 30 Seiten im Highspeed-Modus und 14,5 Seiten in Farbe beziehungsweise 18,5 Seiten in Schwarz-weiß im Normal-Modus.

Level-Color-Modus

Viele Texte werden in Büros im so genannten Draft-Modus ausgedruckt. Vorteil: Man spart Tinte oder Toner. Nachteil: Die Texte werden nur sehr dünn ausgedruckt und sind manchmal kaum zu lesen. Mit dem Level-Color-Modus kann der Drucker bei Druckdaten Texte und Abbildungen unterscheiden. Während Texte mit der normalen Schichtstärke gedruckt werden, wird die Stärke der Farbschicht bei Abbildungen und Grafiken auf fast die Hälfte reduziert. Dadurch wird farbiges Flüssig-Gel gespart.

Im Unterschied zum herkömmlichen Draft-Modus liefert der Level-Color-Modus gestochen scharfe, makellose Textqualität. Und reiner Text verbraucht nicht viel Tinte. Auf diese Weise bekommt man Farbausdrucke für den täglichen, internen Bürobedarf in guter Qualität zu fast den gleichen Kosten wie Schwarzweiß-Ausdrucke.

Doppeltanksystem

Nicht vollständig geleerte Tintentanks gehören mit dem Doppeltanksystem der Vergangenheit an. Die neuen Gel Sprinter verfügen über zwei getrennte Tanks: einen Vorratstank, von Ricoh als Kartusche bezeichnet, und einen zusätzlichen kleinen Tank im Druckkopf. Sinkt der Füllstand des Druckkopftanks unter ein bestimmtes Niveau, wird er wieder aufgefüllt. Das Flüssig-Gel in der Kartusche ist vakuumverpackt, und weil die Förderpumpe laut Aussage des Unternehmens die Tinte restlos aufsaugt, sollen auch keine Rückstände mehr in der Kartusche verbleiben. Ist die Kartusche leer, meldet das der Druckertreiber, aber im kleinen Druckkopftank befindet sich immer ausreichend Tinte, um anstehende Druckaufträge noch fertig bearbeiten zu können.

Die Kartuschen der neuen Druckermodelle können rund 1.500 Seiten Schwarz im Normalmodus und etwa 3.000 Seiten im Sparmodus bedrucken. Bei Farbe sind es 1.000 Seiten im Normal- und 2.300 Seiten im Sparmodus.

Breitdruckkopf

Mit 32,3 Millimetern ist der neue Druckkopf deutlich breiter als andere Druckköpfe in dieser Klasse. Für eine hohe Druckauflösung von 1.200 dpi besitzt jeder Druckkopf 384 Düsen. Mit der so genannten Modulated-Dot-Technologie erfolgt eine Zwei-Bit-Ansteuerung der Druckköpfe. Dadurch kann die Tröpfchengröße in bis zu drei Stufen im gleichen Druckmodus angepasst werden. Das Ergebnis sind gestochen scharfe, satte Bilder selbst bei hoher Geschwindigkeit oder geringer Auflösung, betont das Unternehmen.

Transferbandsystem

Gel Sprinter sind mit einem Transferbandsystem zum Papiertransport ausgestattet, ähnlich wie bei Laserdruckern. Mit Hilfe von elektrostatischer Kraft wird das Papier schnell und präzise transportiert. Besondere Vorteile bietet diese Technologie beim Duplexdruck. Bei Rollensystemen muss der Rand für das Wenden ständig von Rollen festgehalten werden, deswegen lassen sich Randbereiche nicht bedrucken. Diese Einschränkung gibt es hier nicht.