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17.12.1993

Der letzte unter tausend

Sich als IS-Manager strategisch an Microsoft zu orientieren, ist im selben Masse modern geworden, wie sich Fortuna von Big Blue abgewendet hat. Selbst Ueberlegungen, die IBM abzuschreiben, sind nicht mehr abwegig, scheinen vielmehr mit den Fakten im Einklang. Wer dagegen die progressive Softwarepolitik der Gates-Company preist, kann sich der Aufmerksamkeit der Fachwelt sicher sein. Doch Trauerwein faellt nicht so leicht um. IBM bleibt der DV- Lieferant seines Vertrauens, weil sich der Mainframer wie kein anderer Hersteller fuer seine Kunden aufopfert. Sebastian befinde sich offensichtlich auf der falschen Party - diesen Einwand muss er sich gefallen lassen. Er beunruhigt ihn keineswegs. Die Begruendung hoert sich komplizierter an als sie ist: Gemessen am "Market Value Added" (MVA), einer Kenngroesse fuer die Unternehmensperformance, die sich aus der Relation von eingesetztem Fremd- und Eigenkapital zum Kurswert einschliesslich der Verschuldung eines boersennotierten Unternehmens ergibt, hat die IBM Corp. fuer ihre Aktionaere einen lausigen Job gemacht. Das geht aus einem Bericht des US- Wirtschaftsblattes "Fortune" hervor, der sich auf Untersuchungen der New Yorker Consultingfirma Stern Stewart stuetzt. Danach belegte Big Blue 1992 in der MVA-Rangliste unter 1000 US-Firmen den letzten Platz, in Buchstaben: Platz tausend. Schon mal darueber nachgedacht, dass Microsoft, nicht weniger als 988 Plaetze vor IBM, nur zu Lasten der Kaeufer so aktionaersfreundlich sein kann? Der Umkehrschluss ist zulaessig: Weil sich die IBM fuer ihre Kunden aufreibt, alles einsetzt, was sie an Finanzmitteln aufbringen kann - und noch viel mehr -, muessen die Aktionaere darben. Dass es dafuer zwar keine Stern-Stewart-Auszeichnung, aber immerhin Anerkennung von Trauerwein gibt, mag die IBM-Mitabeiter troesten.