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01.10.2004 - 

Wie Entwickler und Softwarearchitekten die Produkte beurteilen

Der Markt für Java-Server bleibt fragmentiert

MÜNCHEN (as) - Gern werden die Verhältnisse im Markt für Java-Applikations-Server zu einem Zweikampf zwischen IBM und Bea Systems stilisiert. Tatsächlich sehen aber IT-Profis das Angebot differenzierter und wählen verschiedene Produkte für die Entwicklung und den Einsatz von Java-Anwendungen.

Java-Entwickler und Softwarearchitekten haben mittlerweile einiges an Erfahrung gesammelt, wenn es um die Stärken und Schwächen von Java-Servern geht. Laut einer aktuellen Umfrage des Beratungs- und Marktforschungshauses "The Middleware Company" unter rund 1150 vorwiegend US-amerikanischen Java-Profis interessieren sie sich in der Praxis für eine ganze Reihe von Produkten und Techniken. So zeigte sich zwar zunächst, dass fast alle Befragten sich schon einmal mit den Applikations-Servern "Bea Weblogic" oder "IBM Websphere" näher beschäftigt haben. Eine weitergehende Evaluierung für ein Projekt kam aber nicht immer zustande. Zudem stößt der quelloffene Server "Jboss" auf ein ebenso großes Interesse in der Community wie IBM Websphere, wird aber seltener weiter ausprobiert.

Die größte Diskrepanz zwischen Marktpräsenz und Bekanntheit findet sich indes bei Sun. Während der Hersteller in Umsatzstatistiken weit hinter IBM und Bea rangiert, werden seine Produkte von der Community stärker wahrgenommen und begutachtet als die anderer Wettbewerber. Grund für die größere Bekanntheit ist, dass von Sun gleich mehrere Java-Plattformen für den Einsatz von Unternehmensanwendungen stammen. Es sind dies vor allem das Software Development Kit der Java 2 Enterprise Edition (J2EE), das auch einen Applikations-Server von Sun enthält, sowie der "Iplanet Application Server", der "Sun One Application Server" und als deren Nachfolger der "Sun Java System Application Server".

Umstieg nach dem Pilotprojekt

Geht es von dem bloßen Beschäftigen mit einem Produkt zu dessen Verwendung im Projekt, zeigt sich ebenfalls ein differenzierteres Bild. So setzen die interviewten IT-Profis in vielen Fällen einen bestimmten Applikations-Server für die Entwicklung und für Pilotprojekte ein, nutzen aber dann ein anderes Produkt als Laufzeitumgebung für ihre Anwendungen. So war die Fluktua- tion bei Produkten des Marktführers Bea Systems sowie bei Servern von IBM, Oracle oder Macromedia gering, während bei Sun und Jboss offenbar häufiger ein Umstieg erfolgte.

Die Beweggründe für die Produktauswahl sind laut Umfrage anders als oft behauptet meist technischer Natur und weniger auf Entscheidungen des Managements zurückzuführen. So waren für rund ein Fünftel der Befragten letztlich die Architekturvorgaben im eigenen Unternehmen das entscheidende Kriterium.

Ferner spielten bereits vorhandene Praxiserfahrungen mit dem Produkt, die Kombination aus Stabilität, Flexibilität und Administrierbarkeit des Servers, die Marktverbreitung sowie individuelle Gründe eine etwa gleich wichtige Rolle. Aspekte wie die Verfügbarkeit, die Unterstützung für die Softwareentwicklung auf dem Server sowie die Performance waren hingegen seltener ausschlaggebend.

Abb: Verbreitung von Applikations-Servern

Nicht jeder Java-Server wird auch produktiv verwendet. Das gilt vor allem für Sun, das allein vier Plattformen vermarktet. Quelle: The Middleware Company