Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.04.1994

Der Markt fuer Plastikkarten wird explodieren SGS-Thomson bei Smartkarten weltweit fuehrender Hersteller

MUENCHEN (CW) - Der Halbleiterhersteller SGS-Thomson Microelectronics, der 1993 seinen Umsatz um knapp 30 Prozent auf ueber zwei Milliarden Dollar steigern konnte, verspricht sich weitere Wachstumschancen von der zunehmenden Verbreitung von Chipkarten.

Der Hersteller aus dem franzoesischen St. Genis in der Naehe von Genf haelt in diesem zukunftstraechtigen Markt derzeit einen wertmaessigen Anteil von 37 Prozent und lieferte 1993 rund 60 Prozent aller Smartkarten aus. Seit die Technik 1982 eingefuehrt wurde, konnte die Firma ueber 500 Millionen Bauteile absetzen, allein 1992 mehr als 100 Millionen Stueck.

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Dataquest vergroesserte sich der Smartcard-Markt zwischen 1989 und 1994 um 400 Prozent. Fuer das laufende Jahr erwartet SGS Thomson einen weltweiten Bedarf von 270 Millionen Einheiten, der sich - bei einer durchschnittlichen jaehrlichen Steigerungsrate von 47 Prozent - bis zur Jahrtausendwende auf 1,8 Milliarden Smartkarten erhoehen duerfte.

Das enorme Wachstum erklaert sich aus den unabsehbaren Einsatzmoeglichkeiten der kleinen Plastikscheiben, die schon als Telefonkarten und neue Krankenversicherungsausweise Einzug in die deutschen Brieftaschen gehalten haben. Weitere Einsatzfelder liegen bei Mobiltelefonen, Pay-TV oder elektronischem Bank- und Kreditkartenwesen. Denkbar sind laut SGS-Thomson aber auch ganz neue Anwendungen etwa zur Diebstahlsicherung, fuer die Abrechnung auf gebuehrenpflichtigen Autobahnen oder Parkplaetzen sowie als amtliche Dokumente wie Fuehrerscheine und Ausweise.

Chipkarten gibt es mit und ohne "Eigenintelligenz". Gespeichert wird auf Electrical Erasable Programmable Read Only Memorys (EEPROMs), denen mit integrierten Mikrocomputern "Intelligenz" beigegeben werden kann und die als Bankkarten bereits die herkoemmlichen Magnetstreifenkarten abloesen. Die Vorteile gegenueber der alten Technik liegen in der erhoehten Sicherheit und Haltbarkeit der echten Smartkarten.