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13.09.1985 - 

US-Telefongigant sticht Europäer aus:

Der Megabit-Chip von AT&T geht in Serie

BERKELEY HEIGHTS (CW) - Mit der Produktion des 1-Megabit-Chips hat der amerikanische Konzern AT&T begonnen. Diese erste Version ist zur Inspektion und zu Testzwecken durch Kunden freigegeben. Eine begrenzte Serienproduktion soll gegen Ende des Jahres aufgenommen werden; voller Produktionsanlauf ist für 1987 geplant.

AT&T gehört zu den ersten amerikanischen Unternehmen, die ein serienreifes Produkt dieses Genres auf den Markt bringen. Allerdings sind die japanischen Halbleiterhersteller den amerikanischen auf diesem Gebiet voraus, meldet VWD unter Berufung auf japanische Quellen. Sowohl Hitachi, Toshiba, Fujitsu als auch NEC hätten bereits mit der Massenproduktion des Superchips begonnen.

Ein fünfter Hersteller, die Mitsubishi Electric Corp., will sich Ende des Jahres anschließen. Der Chip, der ungefähr ein Achtel der Größe einer Briefmarke haben wird, speichert Daten im Umfang von etwa 100 Schreibmaschinenseiten - viermal soviel Informationen, als bislang auf normalen Memory-Chips verarbeitet werden konnten.

John Nemecek, Vizepräsident der AT&T-Abteilung für Komponenten und Elektronische Systeme, stellt in einer Mitteilung heraus, daß der 1-Megabit-Chip wahrscheinlich die Verarbeitungsgeschwindigkeit verdoppeln könne, Speicherkosten um einen Faktor "Vier" verringere und Arbeitsplatzcomputer auf Aktentaschenformat verkleinere.

Der Kommunikationsgigant startete die Produktion des Superchips nur sechs Monate nach der Ankündigung durch sein AT&T-Bell-Laboratorium. Hiermit hat das US-Unternehmen einen Vorsprung gegenüber anderen Anbietern herausgearbeitet: So wird der Siemens-Megabit-Chip nach Aussagen des Münchener Unternehmens in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres bemustert und soll Anfang 1987 in die Serienproduktion gehen. Wie es in der Branche heißt, arbeite auch IBM an einem solchen Super-Baustein.

Geplant ist der Einsatz des CMOS-Chips in den AT&T-Produkten wie PBX-Systemen, 5ESS-Switch-Systemen, der 3B-Computerserie und den hauseigenen Mikroserien. Darüber hinaus plant das Unternehmen nach eigenen Angaben, die Systemkomponente auch extern zu vermarkten.