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15.02.1985 - 

Nach zwei Tagen Computer-Angst in die vollen:

Der Mikro hilft das Unternehmen steuern

MÜNCHEN (lo) - Massendatenverarbeitung und Arbeitsplatzcomputer gelten zunehmend als eine produktivitätssteigernde Partnerschaft. Beispielsweise ist der Mikrocomputer auch "Chef-geeignet", meint das Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) in Eschborn.

Die Rechenleistung der zentralen DV beschränkt die Zugriffsvielfalt der Anwender. Die hohe Leistung einzelner Mikros bis hin zu 1000 000 Mips dagegen nutzen Unternehmen schon seit einiger Zeit im Verbund mit dem Hauptrechner.

Besonders Professionals, die häufig 90 Prozent ihrer Arbeitszeit zum Informationsempfang verwenden, können mit einem Multifunktionsarbeitsplatz - US-Unternehmen sind hierfür ein Beispiel - ihre Arbeitsleistung um zwölf Prozent verbessern Die Aufgabenvielfalt läßt sich um einen Faktor zwischen fünf und acht steigern. In den USA halten Entscheidungsträger den Arbeitsplatzrechner zwischen 75 und 90 Prozent für nicht mehr wegzudenken bei Finanzplanung, persönlicher Datenverwaltung, Datenbanken und Textverarbeitung. Als Einsatz für das elektronische Werkzeug sind rund 20 000 Mark zu erbringen. Bei der zweitägigen Einführung zählt dann nur persönliche Courage gegen Computerangst.

Ein solcher Arbeitsplatz neuer Prägung bietet eine Kombination von Daten, Text, Grafik, Bild und Sprache für den Entscheidungsträger. "Entgegen Stammtischwissen gibt es keine eierlegende Wollmilchsau", umschreibt ein skurriler Spruch das Problem einer unrealistischen Anforderungen an den Leistungsradius von Hard- und besonders Software. So bunt das Angebot des Mikromarktes sich gibt und so wohltönend die Herstellerversprechen klingen mögen, befriedigende Software als Management-Lösung ist nur schwer zu finden. Schwachpunkte tauchen etwa bei Vermischungen unterschiedlicher Anwendungen auf. Es mangelt an einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Das integrierte Programmpaket bietet diesen anwenderfreundlichen Vorteil, bringe zugleich aber häufig den Nachteil von leistungsschwächeren Programmteilen mit sich.

Der Slogan "Wer kommunizieren kann, hat Zukunft" will auch vor der Sackgassenlösung warnen. Ein Mikrosystem muß fähig sein, mit den Mitarbeitern Daten austauschen zu können. Das Kontaktfeld soll dabei nicht nur auf die Abteilung beschränkt bleiben. Auch der Außen- und Kundendienst etwa sowie Zweigstellen und Lieferanten sind in diese Verbindung einzubeziehen. Forderungen nach Datenaustausch mit anderen Rechnern im lokalen Netzwerk (LAN) sollte die Installation gerecht werden. Anschlüsse als intelligentes Terminal am Zentralcomputer sowie am Timesharing-Rechenzentrum, privaten Mailboxsystemen, Btx und Teletex wird es künftig in verstärktem Maß geben.

Die Erfahrungswerte des RKW lassen für den Arbeitsplatzcomputer als Hilfe bei Führungsentscheidungen Positives erkennen: Der Lernaufwand für den neuerungswilligen Manager sei vertretbar, der wirtschaftliche Nutzen sowie ein sofortiger Start durch vordefinierte, erprobte Lösungen gewährleistet.