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12.02.1999 - 

Der Name Borland ist wieder im Spiel

Der Name Borland ist wieder im Spiel Inprise stellt C++-Builder 4 vor

MÜNCHEN (CW/IDG) - Inprise hat sich entschlossen, den seit Juni 1998 aufgegebenen Namen Borland in der Firmenbezeichnung wieder einzuführen. Als neuer Geschäftsbereich debütiert der Klassiker mit dem Update 4.0 der Entwicklungsumgebung "C++- Builder".

Die jüngst eingeleitete Umstrukturierung bei Inprise, der inzwischen auch 190 Mitarbeiter zum Opfer fielen, hat in der vergangenen Woche zu zwei unabhängigen Geschäftseinheiten geführt. Während sich Inprise auf den Markt für das Enterprise-Computing konzentriert, soll die neu ins Leben gerufene Division "Borland.com" das Geschäft mit den Entwicklungswerkzeugen betreuen. Dazu zählen "Delphi", "Jbuilder", "Midas" und "Interbase" sowie der C++-Builder, der quasi als Gründungs-Event in Version 4 vorgestellt wurde.

Zu den wichtigsten Neuerungen des objektorientierten Toolsets zählt, daß ein neuer Compiler die Verwendung existierenden C++- Codes auch aus anderen Umgebungen (Ansi C++, Visual C++ etc.) erlaubt. Beachtliche Auswirkung zeigt auch die Integration des Object Request Broker "Visigenic", den Inprise im vergangenen Jahr übernommen hat. Damit sei die Entwicklung von Objekten möglich, die in den konkurrierenden Architekturen COM von Microsoft und Corba gleichermaßen ablaufen können. John Floisand, frischgebackener President der Borland.com, sieht in der Praxis einen wachsenden Bedarf, COM-basierte Workgroup-Applikationen für den unternehmensweiten Einsatz zu skalieren. Hier komme den Anwendungsentwicklern die Interoperabilität der C++-Builder- Objekte mit Corba- und Unix-Umgebungen sowie Java-Komponenten entgegen.

Die weiteren Neuerungen betreffen vor allem den einfacheren Umgang mit dem Toolset. So werden die Objektparameter bereits während des Codierens angezeigt, und ein "Class Explorer" beziehungsweise Wizards stellen Sourcecode und Objektklassen in der Übersicht einer Baumstruktur dar. Erleichtert wurde auch die Entwicklung, Integration und Verteilung von Datenbankapplikationen, die in einer Thin-Client-Umgebung ablaufen sollen. Das Debugging ist nun für Client und Server innerhalb einer Session möglich und kann auch remote erfolgen.

C++-Builder 4.0 kommt in drei Versionen: einer Enterprise Edition (2500 Dollar pro Lizenz) für die Client-Server-Entwicklung in n- Tier-Umgebungen, einer Professional Edition (800 Dollar) als Windows-Toolset sowie in einer Standard Edition (100 Dollar) für C++-Einsteiger.