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10.08.2005

Der Netzbetrieb wird zur Last

Immer mehr Firmen lagern die Verwaltung von Fest- und Mobilnetz an einen externen Anbieter aus.

Neben dem Festnetzbetrieb lagern die Unternehmen zunehmend auch die Verwaltung ihrer mobilen Netze sowie der entsprechenden Hardware aus. Erst kürzlich hat die niederländische Großbank ABN Amro den Betrieb ihres mobilen Netzes inklusive der Endgeräte (Mobiltelefone und Blackberrys) an KPN übergeben. Der Vertrag betrifft 22 000 Mitarbeiter in 17 Ländern und läuft fünf Jahre. Für die Bereitstellung, Verwaltung und Wartung der Endgeräte ist KPNs Tochterfirma Sympac zuständig.

Nach Einschätzung von Julia Reichhart, Analystin bei Pierre Audoin Consultants (PAC) wird es künftig mehr solcher Deals geben: "Im gewissen Sinne ist die Vertragsverwaltung ja auch ein Geschäftsprozess - sie auszulagern ist daher eine logische Weiterentwicklung des BPO-Trends." BT Global Services, die IT- und Netzwerksparte von British Telecom, registriert seit einigen Monaten ebenfalls einen Anstieg ihres mobilen Outsourcing-Geschäfts. Rund ein Viertel der im vergangenen Quartal abgeschlossenen Auslagerungsverträge sehen die Verwaltung von Festnetz und mobilem Netz des Kunden vor. Derzeit betreut BT Global Services die mobilen Netze von rund 30 Unternehmen.

Hintergrund sind nach Ansicht von Nigel Springhall, General Manager des Mobility-Bereichs von BT Global Services, vor allem die steigenden Ausgaben im mobilen Bereich, die die Unternehmen durch das Auslagern einzudämmen versuchen. "Der Umstieg auf die Mobilkommunikation hat bei den meisten unserer Firmenkunden zu Mehrkosten zwischen zwölf und 35 Prozent geführt", schätzt Springhall. Am größten sei der Kostendruck in multinationalen Konzernen, deren Mitarbeiter rund um den Erdball im Einsatz sind und hohe Roaming-Gebühren verursachen.

In der Regel lagern die Firmen die Verwaltung von Festnetz und Mobilnetz an ein und denselben Dienstleister aus. Ein sinnvoller Ansatz - nicht nur für den Anbieter, meint Analystin Reichhart: "Der Kunde sollte natürlich den Überblick über die Tarife behalten, aber insgesamt gesehen rechnet es sich für ihn, alle Leistungen aus einer Hand zu beziehen, weil er damit bessere Konditionen verhandeln kann." (sp)