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21.07.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Der neue Druck beim Druck

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Auf die Hersteller von Druckern kann man mächtig sauer sein. In Statistiken wird gemogelt, Anwender werden abgezockt und Kunden abgeworben. Ob dann Tinte oder Toner besser ist, ist nebensächlich.

Toner oder Tinte? Masse oder Marge? Spielen gesundheitliche Bedenken eine Rolle oder die Bedienungsfreundlichkeit? Ist ein "professioneller" Tintenspritzer wirklich so gut wie eine gleich teure Ozonschleuder?

Vielleicht geht es Ihnen auch wie mir: Richtig schlau werde ich aus all den Berichten pro und contra Tinte oder Laser nicht wirklich. Jeder Hersteller hat eine Statistik, in welcher sein Produkt als der günstigste, gesündeste und produktivste Drucker aller Zeiten dasteht. Gemogelt wird dabei, was das Medium hergibt.

Da werden Spar-Modi erfunden, die kaum jemand nutzt, weil das Ergebnis miserabel ist. Die Folge ist dann ein zusätzlicher Ausdruck, der Spareffekt ist also null. Zeit und weiteres Papier wurde verschwendet, Strom verbraucht und wiederum Tinte oder Toner.

Alle mogeln irgendwie: Jeder Druckerhersteller hat eine Statistik, in der sein Produkt als der günstigste, gesündeste und produktivste Drucker aller Zeiten dasteht.
Alle mogeln irgendwie: Jeder Druckerhersteller hat eine Statistik, in der sein Produkt als der günstigste, gesündeste und produktivste Drucker aller Zeiten dasteht.
Foto: veronchick84_shutterstock.com

Apropos, warum sind die Farbpartikel eigentlich so schweineteuer? Egal ob flüssig oder in Pulverform: Es ist eine Abzocke sondergleichen, was sich die Markenhersteller hier erlauben. Was bei Butter oder Bohrmaschinen ein paar Cent oder Euro ausmacht, schlägt bei Tinte und Toner mit bis zu 500 Prozent Preisdifferenz ins Kontor. Den Blick auf Graumarkt und Billig-Onlinehandel überlasse ich an dieser Stelle gerne Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung.

Eine weitere Unsicherheit, gerade für kleinere Händler, sind die hersteller-getriebenen Managed Print Services (MPS) oder Print-as-a-Service-Modelle, die unsere Kunden nicht nur abwerben, sondern dazu noch in die Cloud treiben. Gebietsschutz kann man vergessen. Überregionale Dienstleister übernehmen die Abrechnung von Material und Service.

Wer verdient? Richtig, vor allem die Hersteller. Manchmal mischt ein Distributor mit, manchmal ein Systemhauskonzern. Fachhändler können da nur mithalten, wenn sie es personell und logistisch schaffen, viele klitzekleine Margen in ein lukratives Business zu verwandeln. Hier an einer Ausschreibung teilzunehmen, ist für die meisten IT-Kleinbetriebe vergebene Liebesmühe.

Mein Fazit: Das Chaos um Tinte oder Toner bleibt systembedingt noch einige Zeit bestehen. Ob allerdings der Fachhandel dank MPS zukünftig noch Drucker und Zubehör gewinnbringend verkaufen kann? Da hege ich Zweifel.

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