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27.04.2007

Der Outsourcing-Markt schrumpft weltweit

Nur in Europa und Asien ist die Nachfrage nach Auslagerungsdiensten ungebrochen.

Der weltweite Markt für Auslagerungsservices ist im ersten Quartal dieses Jahres langsamer als in den vorherigen Dreimonatszeiträumen gewachsen. Nach Angaben der US-amerikanischen Consulting-Firma Equaterra tendieren immer mehr Anwender zu Outsourcing-Deals mit vergleichsweise geringem Vertragswert.

Laut der Sourcing-Beratung TPI sind die Zahl der Abschlüsse sowie das Gesamtvertragsvolumen im ersten Quartal 2007 sogar gesunken - um jeweils fast ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Experten begründen dies vorrangig mit dem Rückgang des schon relativ reifen amerikanischen Outsourcing-Markts. Zudem befinde sich das BPO-Geschäft (Business Process Outsourcing) derzeit in einem Tief. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres weltweit nur 14 BPO-Aufträge vergeben. Das entspricht lediglich einem Fünftel aller Abschlüsse.

Europa übernimmt die Führung

In Europa und dem Asien-Pazifik-Raum dagegen sei die Nachfrage ungebrochen. So lag der europäische Gesamtvertragswert (Total Contract Value = TCV) laut TPI bei 1,7 Milliarden Euro. Das sind 112 Prozent mehr als im vorhergehenden Quartal und 21 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Bemerkenswert ist nach Ansicht der Analysten auch, dass von den insgesamt zwölf im Betrachtungszeitraum unterzeichneten Vertragserneuerungen mehr als die Hälfte, nämlich sieben, in der Alten Welt erfolgten. "Wir haben weltweit einen schwierigen Start in das neue Jahr erlebt, aber Europa behauptet sich eindeutig", fasste Bernd Schäfer, Area Managing Director von TPI Deutschland, zusammen.

Anspruchsvolle Anwender

Einig sind sich die Consultants von TPI und Equaterra darin, dass die heutigen Anwender anspruchsvoller geworden sind und die Chancen und Risiken des Auslagerns besser verste- hen. Sie setzen vor allem auf Multi-Vendor-Strategien und versuchen, aus jedem extern vergebenen Prozess den je- weils größten Mehrwert herauszuholen. Dabei bevorzugen sie Verträge mit kurzen Laufzeiten. Ein Deal über mehr als sieben Jahre gilt vielerorts schon als zu lang. (sp)