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31.10.2003 - 

Koprozessor von Clearspeed leistet 25 Gflops

Der PC wird zum Supercomputer

MÜNCHEN (CW) - Das amerikanisch-britische Unternehmen Clearspeed hat einen mathematischen Koprozessor entwickelt, der 64-Bit-PCs in Supercomputer verwandeln kann - wenn das Design sich als produzierbar erweist.

Falls es stimmt, was Clearspeed behauptet, werden wir bald eine Revolution im Supercomputing erleben. Das Unternehmen will einen Koprozessor "CS301" entworfen haben, der rechenintensive Floating-Point-Instruktionen radikal beschleunigt. Er eignet sich daher nur für mathematische Berechnungen. Der Prozessor soll nach Firmenangaben auf eine Leistung von 25 Gflops (Milliarden Floating-Point-Operationen pro Sekunde) kommen. Gleichzeitig soll seine Leistungsaufnahme nur zwei bis drei Watt betragen, er würde also kaum Hitze entwickeln.

Clearspeed hat den Chip nach einer selbst entwickelten "Multithreaded Array Processing Architecture" entworfen. Konkret bedeutet dies, dass er 64 parallele Rechenkerne mit jeweils einer eigenen Floating-Point-Unit, Cache und I/O-Ports enthält.

Der CS301 kooperiert ausschließlich mit Intels Itanium 2 und AMDs Opteron. Er soll eines Tages auf speziellen PCI-X-Karten arbeiten, die einfach in entsprechende Systeme gesteckt werden. Clearspeed denkt dabei an vier CS301 auf einer Karte. Ein PC mit sechs solchen Karten käme nach Firmenangaben auf eine Leistung von 600 Gigaflops. Damit fände sich ein Desktop in der Liste der 500 schnellsten Computer der Welt - zu einem Preis von rund 25000 Dollar, so Clearspeed. Weil der Prozessor so wenig Strom verbraucht und kaum Hitze entwickelt, könnte er auch in einer PC-Card stecken und einen Notebook zu einem Zahlenfresser machen.

Clearspeed hat bereits ein Softwareentwicklungs-Kit herausgegeben, das unverzichtbar ist. Denn Entwickler müssen ihre Anwendungen an die komplexen proprietären Befehlssätze des CS301 anpassen. (ls)