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Compaq, Arche und Dell rüsten als erste zum Weihnachtsgeschäft:


08.09.1989 - 

Der Preiskrieg im PC-Markt hat begonnen

MENLO PARK (CW) - Die ersten Konkurrenten im harten PC-Geschäft haben ihre Waffen geschärft: Dell, Compaq und Arche haben ihre Preise für 386-Rechner teilweise erheblich gesenkt. Damit bestätigt sich ein Recherche-Ergebnis der COMPUTERWOCHE von vergangener Woche.

Nach Nachforschungen bei führenden Computerherstellern hatte die CW (siehe Nr. 36, Seite 6: "Harter Preiswettbewerb der 386-PC-Anbieter") vorausgesagt, daß es auf dem Markt für 386-Rechner in den kommenden Monaten zu einem erheblichen Preisverfall kommen werde. Die Dell Computer Corp. gab nun noch vor der Compaq Computer Corp. in den USA Preisreduktionen für ihr 386-System bekannt, die je nach Konfiguration zwischen 300 und 800 Dollar betragen. Bei Dell erklärte man dieses Vorgehen mit den Gesunkenen RAM-Preis.

Obwohl man in Deutschland nicht automatisch den Vorgaben aus den USA folgen würde, gab Gudmund Semb, Direktor für Finanzen und Verwaltung bei der Dell Computer GmbH, Langen, zu verstehen, daß Preissenkungen auch in der Bundesrepublik zu erwarten sind.

Compaq kommt dem Kunden bei zwei Modellen entgegen: Der Deskpro 386/25 mit 60-MB-Festplatte wird um 3,6 Prozent billiger, der 386/20e mit 40-MB-Festplatte fällt um 7,5 Prozent im Preis, und das gleiche Modell mit 110-MB-Harddisk reduziert sich im Preis um 12,5 Prozent. Bei Compaq schrieb man diese günstigere Preisgestaltung dem Konkurrenzdruck am Markt zu, den man selber mit einem 16-MHz-Modell auf Basis des 386-Prozessors mit eingeleitet habe.

Mike Swavely, President of Compaq North America, meinte, mit dieser ersten Preisreduktion bei den 386-Deskpro-Modellen wolle man eine konkurrenzfähige Ausgangslage am Markt beibehalten.

In der BRD gelten ab 1. September neue Preise für praktisch alle 386er-Rechner mit Ausnahme des Modells 1 bei den SX-386ern. Die Reduzierungen betragen zwischen 1000 und 2300 Mark. Dies gilt auch für die Laptops von Compaq, die Festplatten mit 85 respektive 110 Megabyte, Speichermodule und Erweiterungs-Platinen.

Auch bei Arche Technologies kauft man jetzt günstiger ein. Obwohl genaue Preissenkungen nicht genannt wurden, meinte President and CEO von Arche, Isaac Levanon, daß Schuld an dem Verfall der Preise neben den gesunkenen Kosten für RAM-Speicherchips auch die schlechten Verkaufszahlen der Händler in den Monaten Juni und

Juli seien.

Bill Lempesis, Analyst bei Dataquest, vertrat die Meinung, daß der harte Konkurrenzkampf in diesem Computermarktsegment und die kommenden 486-Rechner auf den Preis drucken. Er glaubt, daß Compaqs Preisreduktion ein Signal setzt für die gesamte Branche.