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03.09.1999 - 

US-Investment-Bank befragte europäische Großunternehmen

Der Projekt-Boom nach dem Datums-Bug bleibt aus

MÜNCHEN (CW) - Die IT-Budgets stagnieren - jedenfalls bei den europäischen Großanwendern aus den Branchen Handel, Finanzdienstleistungen und Gebrauchsgüter. Das fand die amerikanische Investment-Bank Salomon Smith Barney bei einer Befragung von 46 IT-Direktoren heraus.

Die gute Nachricht vorweg: Wie das Bankhaus meldet, ist nur eines der von ihm befragten Unternehmen unsicher, ob sein Softwarecode zum Ende dieses Jahres "vollständig umgestellt und ausgetestet" sein wird. Jedes zweite gab an, die notwendigen Konvertierungsaufgaben bereits erledigt zu haben.

Für die Software-Industrie und die IT-Verantwortlichen weniger erfreulich ist ein anderes Ergebnis der Untersuchung: Zumindest in jedem zweiten der befragten Unternehmen werden die IT-Etats nicht mehr wie gewohnt steigen. Planten die Anwender im laufenden Jahr noch um 29 Prozent höhere Investitionen als 1998, wollen sie sich in den ersten zwölf Monaten des kommenden Jahrtausends bescheiden: 30 Prozent der von Salomon Smith Barney interviewten IT-Chefs erwarten für das Jahr 2000 ein niedrigeres Budget als 1999; ein weiteres Fünftel rechnet mit einer Stagnation der Ausgaben für Informa- tionstechnik.

Für die Analysten kommt dieses Ergebnis überraschend. Deren Prognosen zufolge werden die Unternehmen nach der Jahrtausendwende all diejenigen Projekte wiederaufnehmen, die sie zugunsten der Datumsumstellungen auf Eis gelegt hatten. Gestützt wird diese Hypothese immerhin von einer ähnlichen Umfrage, die Salomon Smith Barney in den USA veranstaltet hat. Danach werden die IT-Budgets auf der anderen Seite des Atlantiks im kommenden Jahr um durchschnittlich 5,6 Prozent steigen. Von den stagnierenden IT-Budgets der Europäer könnte allerdings unter dem Strich mehr für neue Entwicklungen übrigbleiben: Derzeit geben die Unternehmen, die an der Untersuchung teilnahmen, im Durchschnitt 17 Prozent ihrer IT-Mittel für die Jahr-2000-Umstellung aus; im kommenden Jahr werden sie nur noch drei Prozent in diesem Bereich investieren.

Von den relativ zum Gesamtetat steigenden Ausgaben für neue IT-Vorhaben, so Salomon Smith Barney, werden vor allem externe Berater profitieren. Wie die Studie ausweist, wollen beinahe drei Viertel der befragten IT-Verantwortlichen die Dienste aushäusiger Experten im kommenden Jahr mindestens genauso intensiv, wenn nicht häufiger in Anspruch nehmen als bislang.