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06.02.2006

Der Projektbedarf der Prozessindustrie steigt

Integration der Produktions- und Geschäftsebenen bietet sich an.

Die "vertikale Integration", also die Zusammenführung von Daten aus IT-Systemen auf Produktionsebene und Geschäftsanwendungen wie ERP (Enterprise Resource Planning), SCM (Supply-Chain-Management) oder PLM (Product-Lifecycle-Management), steht zwar in der deutschen Prozessindustrie noch am Anfang. Das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) rechnet aber mit einem zunehmenden Projektbedarf in dieser Branche.

Vor allem für Chemie-, Metall- und Pharmaunternehmen biete sich die Integration der Produktions- und Geschäftsebenen an, da sie auf diese Weise aussagekräftige Key-Performance-Indikatoren (PKI) erhielten. Auch Supply-Chain-Optimierung, Rückverfolgbarkeit und Qualitäts-Management sind nach Ansicht der Experten Themen, die verstärkte IT-Investitionen in der Prozessindustrie zur Folge haben dürften.

Die steigende Komplexität von Produktionsprozessen, Supply Chain und Logistik sowie gesetzliche Vorgaben wie Sarbanes- Oxley oder Basel II stellen Unternehmen der Prozessindustrie vor immer größere Herausforderungen. Da die meisten Firmen nach wie vor mit heterogenen Systemlandschaften arbeiten und häufig noch auf Behelfslösungen zurückgreifen, sind sie laut PAC jedoch nicht in der Lage, schnell und flexibel genug auf veränderte Nachfrage-Anforderungen zu reagieren. Eine Verbindung der Daten zu Systemen der Geschäftsebene könne hier Abhilfe schaffen. Die Experten empfehlen daher, die Produktionsprozesse zu optimieren und die verschiedenen Ebenen der IT-Systeme stärker zu integrieren.

Ein wesentlicher Vorteil der vertikalen Integration besteht nach Ansicht der PAC-Berater darin, dass Prozesse mit Echtzeit- statt wie bisher mit Plandaten versorgt werden. Dadurch erhöhe sich potenziell die Produktivität der Anlagen, während die Kosten für Lagerhaltung und Logistik reduziert würden. Zur Senkung der Kosten trägt laut PAC zudem bei, dass die Wartung eher präventiv als korrigierend erfolge, was Stillstandzeiten vermeide. Insgesamt steige auf diese Weise die Produktionsflexibilität, die "Time-to-Market" werde verkürzt. (sp)