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19.11.1998 - 

Thema der Woche

Der Prozeß: Wird Gates für Microsoft zur Belastung?

19.11.1998
Seit dem 19. Oktober 1998 ist die Schlacht eröffnet: Microsoft gegen das US-Justizministerium und 20 US-Bundesstaaten. Beobachter glauben, daß der Ausgang dieses Verfahrens das Geschäftsgebaren einer kompletten Industrie verändern könnte. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits: Firmen wie Amazon gehen dazu über, klare Regeln für die innerbetriebliche E-Mail-Kommunikation aufzustellen. Man weiß schließlich nie, wann ein elektronischer Brief einmal gegen die eigene Firma verwendet werden könnte.

Als David Boies am ersten Verhandlungstag vor die Schranken des Gerichts tritt, mag sich so mancher Microsoft-Mitarbeiter denken: "Die Woche fängt ja schon gut an." Boies vertritt als Chefankläger das US-Justizministerium, das auszog, Microsoft das Fürchten zu lehren. Dem Juristen eilt der Ruf eines glänzenden Kopfs voraus, bekannt für die sezierende Klarheit, mit der er auch komplexe Sachverhalte auf den Punkt bringt. Seine Argumentation trägt er in freier Rede im verbindlichen Umgangston vor. Eher beiläufig zündet er seine verbalen Handgranaten.

Und er läßt es gleich ordentlich krachen. In seinem Eröffnungsplädoyer nimmt er sich eines medienwirksamen Themas an: Bill Gates. Der erste Mann des Microsoft-Konzerns erscheint zwar nicht leibhaftig im Gerichtssaal. Um so nachhaltiger ruft Boies aber den Anwesenden immer wieder die Anfang August per Video aufgezeichnete Befragung des nöligen Chefs der mächtigsten Softwarefirma der Welt in Erinnerung.

In der nichtöffentlichen Verhandlung im Sommer hatte Boies herauszufinden versucht, inwieweit Gates möglicherweise illegale Geschäftspraktiken selbst inszenierte oder anordnete, Microsoft-Partner unter Druck zu setzen.

An diesem ersten Verhandlungstag hat Boies nur ein Ziel: Gates zu demontieren. Dazu konterkariert er dessen Aussagen vom August mit schriftlichen Dokumenten, insbesondere mit E-Mails aus dem Hause Microsoft. Gates wird diesen 19. Oktober nicht unbeschadet überstehen. Als dann wenige Tage später und nach mehreren Versuchen Microsofts, die Vorführung des Videos auf unbestimmte Zeit hinauszuzögern, auch noch zwei von zwanzig Stunden der Aufzeichnung im Gerichtssaal abgespielt werden, kommentiert jemand trocken: "Nicht jeder gute CEO ist auch ein guter Zeuge."

Auch in Zukunft wird Boies das Video immer wieder als Waffe einsetzen, um die Glaubwürdigkeit des Microsoft-Bosses und damit die Positionen der Gates-Company zu hinterfragen. Meist diskutiert er nur die Inhalte des aufgezeichneten Frage-und-Antwort-Spiels, die er dann im Gerichtssaal mit widersprechenden Aussagen aus Dokumenten konfrontiert. Bislang dreimal läßt er aber auch stundenlange Passagen des Videos vor Gericht abspielen. Sie verfehlen ihre Wirkung nie - das Image des mächtigsten Softwerkers der Welt leidet.

Immer kreisten die Fragen des Videoverhörs um Themen, die Kläger und Verteidiger in den kommenden Wochen des Prozesses auch bei ihren Zeugenbefragungen beschäftigen werden. Etwa um die Details eines Treffens hochrangiger Microsoft- und Netscape-Vertreter am 21. Juni 1995. Damals soll nämlich die Gates-Company unverblümt verlangt haben, den Markt für Browser-Software unter den beiden Firmen aufzuteilen. Andernfalls werde Netscape "gekillt". So zumindest versucht es Jim Barksdale im Kreuzverhör mit John Warden, dem Chefverteidiger von Microsoft, vor Gericht darzustellen. Warden wird den CEO der Netscape Communications Corp. in den folgenden vier Tagen regelrecht grillen.

Die Inquisition konzentriert sich dabei im wesentlichen auf das Treffen im Juni 1995. In diesem, so Barksdale, habe Microsoft Netscape mit sanftem Druck von der Eleganz einer Aufteilung des Marktes für Browser-Software überzeugen wollen. Microsoft werde sich aller Windows-Anwender annehmen, Barksdales Company sollte sich um den Rest, insbesondere also die Unix-Welt, kümmern. "Ich habe es in meiner 33jährigen Berufskarriere noch nie erlebt, daß ein Wettbewerber so ungeniert forderte, nicht mehr mit ihm zu konkurrieren", gibt der Netscape-Manager zu Protokoll.

Warden, der das Eingangsplädoyer seines Antipoden Boies als "langatmig und rhetorisch" und als Versuch, Gates zu "dämonisieren", vom Tisch wischt, holt sofort zum Gegenschlag aus. Er konfrontiert Barksdale mit einer E-Mail, die die Browser-Company im Dezember 1994 an Microsoft schickte. Kein Geringerer als Netscapes Mitbegründer und Chairman Jim Clark macht darin den brisanten Vorschlag, beide Firmen sollten das Kriegsbeil begraben und künftig kooperieren. Clark stellt Microsoft sogar eine Beteiligung an Netscape in Aussicht.

Wardens Strategie, mit der er die Argumentation des Justizministeriums aushebeln will, ist klar: Nicht Microsoft, so seine Darstellung, ist der böse Bube, der Netscape mit heimlichen Nebenabsichten zum Schulterschluß zwingen wollte. Vielmehr habe Netscape selbst Allianzen vorgeschlagen, die die Regierung nunmehr Microsoft als Versuch in die Schuhe schieben will, Märkte in illegaler Weise aufzuteilen.

Barksdales Interpretation der inkriminierten Clark-E-Mail fällt ausgesprochen lahm aus: Der Chairman habe in einer dunklen Stunde auf eigene Rechnung diesen Vorstoß gemacht, den Microsoft aber später ohnehin verworfen habe.

Doch Warden hat im Kreuzverhör nicht immer ein glückliches Händchen: Zunächst will er Richter Thomas Jackson glauben machen, Netscape habe weite Teile der Zusammenkunft frei erfunden oder falsch dargestellt. Diese Taktik funktioniert allerdings nur so lange, bis neues Belastungsmaterial ans Tageslicht gefördert wird, das Barksdales Darstellungen stützt.

Praktisch im Flug muß Warden seine Taktik ändern. Nunmehr verlegt er sich auf eine Verschwörungstheorie: "Ist es nicht richtig, Mr. Barksdale, daß das Juni-Meeting nur deshalb anberaumt wurde, um daraus ein Dossier zu stricken, das man dem Justizministerium übergeben kann, um dessen Nachforschungen anzuheizen?" "Das ist absurd", kontert der Befragte. Vor dem Gerichtssaal macht eine Netscape-Sprecherin ihrer Empörung Luft: "Gestern haben wir Gesprächsinhalte des Treffens erfunden, heute locken wir Microsoft in einen Hinterhalt - auf welcher Veranstaltung bin ich hier eigentlich?"

Als Barksdale nach vier zähen Verhandlungstagen, in deren Verlauf der vorsitzende Richter mehrfach mit dem Schlaf kämpfen muß, aus dem Zeugenstand entlassen wird, sind sich die Prozeßbeobachter einig: Punktsieg für den Zeugen des Justizministeriums. Seine Einlassungen waren in sich konsistent und glaubwürdig.

Unterstützt wird Barksdale durch Aussagen, die der für die Geschäftsbeziehungen von America Online (AOL) zuständige Vice-President David Colburn macht. Boies befragt ihn zu den Umständen, die dazu führten, daß AOL am 11. März 1996 einen Vertrag mit Netscape abschloß. Dieser sah vor, daß die Barksdale-Company einen an die AOL-Client-Software angepaßten Browser entwickeln sollte. Nur einen Tag später allerdings unterzeichnete AOL auch ein Abkommen mit Microsoft. Ergebnis: Gates sicherte dem Online-Service-Provider zu, dessen Icon auf der Windows-Benutzeroberfläche zu plazieren und damit den direkten Übergang zu AOLs Online-Diensten zu sichern. Im Gegenzug würde America Online ausschließlich Microsofts Browser "Internet Explorer" vermarkten. Netscape war damit raus aus dem Geschäft.

"Microsoft hat einfach ein unschlagbares Argument", erklärt Colburn den Umfaller vor Gericht. "Wer auf der Windows-Oberfläche präsent ist, erzielt einen enorm hohen Werbe- und Distributionseffekt. Das kann Netscape nicht bieten."

Microsofts Verteidiger, die den Braten riechen, bombardieren Richter Jackson sofort mit AOL-internen E-Mails, in denen Mitarbeiter die Überlegenheit des Internet Explorer hervorheben. "Die technologische Brillanz allein", so Warden, "hat AOLs Entscheidung bewirkt."

Colburn widerspricht dieser Interpretation indirekt. AOL sei besorgt gewesen, weil die Gates-Company in die Windows-Oberfläche auch einen Zugang zu dem Microsoft-eigenen Online-Dienst Microsoft Network (MSN) integrierte. Mit diesem konkurriere der Softwareriese aber direkt gegen AOL. Sein Unternehmen, sagt Colburn, wollte sicherstellen, "daß auf dem Windows-Desktop zumindest Chancengleichheit herrscht zwischen MSN und AOL".

Ein Glanzpunkt des Prozesses erwartet die Zuhörer, als Boies auf die Haßliebe zwischen Microsoft und Apple zu sprechen kommt. Wieder memoriert der Chefankläger während des Prozesses Aussagen aus dem im August aufgezeichneten Gates-Video und vergleicht diese mit E-Mails, die der Microsoft-Chef selbst oder seine Mitarbeiter geschrieben haben. Boies versucht, vor Gericht das Bild von Gates als lustlosem Gesprächspartner zu zeichnen, der zudem oft vorgab, auch über wesentliche Sachverhalte nicht informiert zu sein.

In juristisch gezirkelter Sprache kam Boies etwa auf die Frage zu sprechen: "Hatten Sie Diskussionen mit Apple, in denen Sie dessen Einverständnis zu gewinnen suchten, Sun zu unterminieren?" Deutlich, so Boies, habe sich Gates zwar erinnert, daß es Diskussionen darüber gab, ob Apple Runtime-APIs von Microsoft oder von Sun Microsystems unterstützen werde. Dann behauptete Gates aber: "Ich denke nicht, daß ich selbst in diese Diskussionen involviert war."

Boies im August cool: "Nun, dann lassen Sie mich Ihnen ein Dokument zeigen und sondieren, was Sie damit meinen könnten, selbst involviert zu sein." Mit diesen Worten präsentierte er eine E-Mail von Gates an den Vice-President und Chefstrategen von Microsoft Paul Maritz und andere Microsoft-Mitarbeiter: "Der Teil, der mich besonders interessiert - und Sie können gern soviel von dieser dreizeiligen E-Mail lesen, wie Sie wollen - ist der letzte Satz, der folgendermaßen lautet: ,Haben wir einen klaren Plan, welche Aktionen wir von Apple verlangen, um Sun zu unterminieren?È"

Sicherheitshalber habe Boies seinerzeit noch gefragt: "Haben Sie diese E-Mail so um den 8. August 1997 verschickt, Mr. Gates?" Dummerweise konnte sich der Manager nicht erinnern. Ob er denn Zweifel hege, die elektronische Post überhaupt versandt zu haben, fragte Boies. "Nein. Es sieht aus wie eine E-Mail, die ich verschickt habe." Was er denn damit gemeint habe, "Sun zu unterminieren". Nicht ganz überraschend erwiderte Gates: "Ich erinnere mich nicht."

Wie schwer es sein muß, eine Gedächtnislücke zu befragen, zeigt sich auch bei einem anderen Aspekt: Ob denn Microsoft das Macintosh-Unternehmen mit sanfter Gewalt überzeugt haben könnte, ausschließlich den Internet Explorer auf seinen Rechnern zu installieren, nicht aber Netscapes "Navigator"-Konkurrenzprodukt: "Haben Sie 1996 oder irgendwann sonst Apple dazu gebracht, Microsofts Internet-Explorer-Technologie einzusetzen?" fragte der Klagevertreter. Worauf sich Gates anheischig machte, Boies eine Kopie der Vereinbarung mit Apple zu besorgen. So könne er selbst über die Berechtigung der Frage entscheiden.

Unglücklicherweise für Gates vertritt Boies aber offensichtlich die Theorie, wonach ein Firmenchef zumindest bei wichtigen Sachverhalten wissen sollte, was in seinem Unternehmen vorgeht: "Sir, ich frage Sie als den CEO von Microsoft, ob Sie glauben, bei Apple Ihre Ziele im Zusammenhang mit Sun erreicht zu haben?"

Gates verneint eine Ausschlußklausel zur Benutzung von Browser-Software auf Apple-Rechnern. Weiß sogar, daß sich ein Teil der Vereinbarung mit Apple auf die Internet-Explorer-Technologie bezieht.

Ob denn die Abmachung Apple verboten habe, den Netscape-Browser auf den Mac-Maschinen auszuliefern, ohne gleichzeitig Microsofts Internet Explorer installiert zu haben, fragte Boies etwas gedrechselt noch einmal nach. "Um das zu beantworten, muß ich mir erst das Abkommen ansehen", beschied Gates den Fragesteller, was dieser interessiert zur Kenntnis nahm: "Sie sagen also hier unter Eid aus, daß Sie schlicht und einfach keine Ahnung haben, ob Apple heute berechtigt ist, den Netscape-Browser (auf seinen Rechnern) auszuliefern, ohne gleichzeitig auch den Internet Explorer anzubieten?" Gates: "Das ist korrekt."

Die vorgebliche Ahnungslosigkeit des Microsoft-Chefs nahm zeitweise groteske Formen an. Etwa, als er auf die Frage, in welcher Position Paul Maritz in seiner Firma arbeite, erwiderte, dies wisse er nicht. Maritz wird im laufenden Prozeß als Zeuge aufgeboten. Er ist als Vice-President und Chefstratege bei Microsoft für Internet- und Consumer-Software sowie für Datenbank-, Kommunikations- und für Windows-Produkte zuständig.

Eins hat Boies offensichtlich erreicht: Der Vergleich der Anfang August per Video aufgezeichneten Gates-Aussagen mit Inhalten von E-Mails haben der Glaubwürdigkeit von Gates und damit von Microsoft geschadet. Es ist zwar richtig, daß penible Rück- und Verständnisfragen in einem Kreuzverhör zum Alltag US-amerikanischer Gerichte gehören. Trotzdem wird die Aufführung von Gates mit gemischten Gefühlen wahrgenommen.

Da hilft es auch nichts, daß Warden als nächsten Zeugen den Apple-Manager Avie Tevanian vor die Schranken des Gerichts holt. Tevanian ist bei Apple Computer als Vice-President für die Software-Entwicklung verantwortlich. Er wirft Microsoft vor, es habe Apple aus dem Markt für Multimedia-Technologien drängen wollen. Apple sollte auf Druck der Gates-Company die "Quicktime"-Software einstampfen. Das Programm war dem Softwarehaus offenbar ein besonderer Dorn im Auge, weil es - ebenso wie Java - auf verschiedenen Plattformen läuft.

Microsoft forderte, daß Apple sich, so Tevanian, auf das Geschäft mit Autorenwerkzeugen beschränkt. Wie schon bei der Frage der angeblichen Marktaufteilung in puncto Browser-Software dürfte auch bei der Quicktime-Debatte der Vorwurf, Märkte aufzuteilen, von Bedeutung sein. Genau diese Art monopolistischen Verhaltens ist nämlich verboten.

Um Apple die Macht der Marktfakten eindringlich zu demonstrieren, habe die Gates-Company, so Tevanian, Apples plattformunabhängige Multimedia-Technologie "Quicktime" sabotiert. Plötzlich seien in der Windows-Version Fehlermeldungen aufgetaucht. Die meisten industrieweit genutzten Dateiformate, die von Quicktime unterstützt werden, führten unter Windows 98 und dem Internet Explorer 4.0 plötzlich zu Problemen. Benutzern wurde suggeriert, die Schwierigkeiten ließen sich umschiffen, indem Quicktime-Dateiformate in solche für Microsofts Konkurrenzprodukt "Active Movie" umgewandelt werden würden. Damit war Quicktime im Prinzip aber nicht mehr sinnvoll zu nutzen.

Auch auf Compaq, Avid Technology Inc. sowie Truevision Inc. habe Microsoft erheblichen Druck ausgeübt, Quicktime nicht weiter zu unterstützen. Tevanian resümiert, warum Microsoft an Quicktime so wenig Gefallen finden kann: "Dessen Plattformunabhängigkeit gefährdet fundamental die symbiotische Beziehung, die es zwischen dem Betriebssystem und den Applikationen von Microsoft gibt und die die Basis für das Monopol der Gates-Company darstellt - und eine fast unüberwindliche Hürde im Wettbewerb verschiedener Betriebssysteme."

Tevanian behauptet zudem, Microsoft habe gedroht, die Unterstützung seiner "Office"-Softwaresuite für die Macintosh-Plattform einzustellen, wenn Apple den Internet Explorer nicht als Standard-Browser für die Mac-Systeme wählen würde. Das Justizministerium belegt diese Aussage mit einer gleichlautenden handschriftlichen Notiz von Apples Finanzchef Fred Anderson. Würde Microsoft diese Drohung wahr machen, resümiert er, "sind wir tot".

Auch diese Runde des Prozesses geht an das Justizministerium. Tevanian ist technisch zu versiert, als daß er sich von den Fragen der Microsoft-Anwälte irritieren ließe. Diese müssen der Kompetenz des Zeugen insofern Tribut zollen, als sie ein weiteres Mal ihre Strategie ändern: Bislang hatten sie Microsofts Geschäftserfolg immer mit der technologischen Extraklasse seiner Produkte erklärt. An Tevanian beißen sie sich allerdings die Zähne aus. Der kontert nämlich mit überzeugendem Sachverstand und kann erklären, warum etwa die Software von Apple der von Microsoft überlegen ist.

Die Bemühungen von Microsofts zweitem Verteidiger, Theodore Edelman, eine Bedrohung von Microsoft durch Apple zu konstruieren, schlagen demgegenüber fehl. Apple, argumentiert der Anwalt, habe eine Patentrechtsklage auf Zahlung von 1,2 Milliarden Dollar erheben wollen.

Edelman wirft der Macintosh-Company ferner vor, technologische Probleme nicht immer mit der gebotenen Deutlichkeit bei Microsoft bemängelt zu haben. Hierzu fördert er unter anderem eine E-Mail ans Tageslicht, die Microsoft-Mitarbeiter Cristiano Pierry an die Macintosh-Company geschickt hatte. Dieser elektronischen Post, die Tevanian vor Gericht bezeichnenderweise nicht angesprochen habe, war unter anderem Software beigefügt, die Ablaufprobleme von Quicktime beheben sollte.

Übereinstimmend neigen die Beobachter nach der dritten Prozeßwoche der Meinung zu, daß das Justizministerium bislang als Punktsieger aus der Auseinandersetzung hervorgegangen ist. Gates'' Video-Auftritt wird als problematisch bewertet, die Zeugen der Anklage, Barksdale und Tevanian, ließen sich auch durch heftigsten Beschuß der Microsoft-Anwälte nicht erschüttern.

Nun wird Steven McGeady, Vice-President bei Intel und ehemaliger Chef der Entwicklungsabteilung, in den Zeugenstand gerufen. Intel und Microsoft, das notorische Wintel-Duo, sind langjährige Industriepartner. Eine scheinbar sichere Bank also für Steven Holley, der in der vierten Woche als Microsoft-Vertreter die Kreuzverhöre leitet. Mit McGeady wird er eine unliebsame Überraschung erleben.

Der denkt nämlich gar nicht daran, den Stichwortgeber für den Verteidiger zu machen. Er wartet vielmehr mit schwerem Geschütz auf: Microsoft habe gedroht, kommende Generationen von Intel-Prozessoren wie die "MMX"-Chips und die "Merced"-CPU nicht mehr zu unterstützen, wenn der Chiphersteller sich nicht aus dem Softwaregeschäft zurückziehen würde: "Dieses Risiko war uns einfach zu groß", erklärt McGeady, der fortfährt, so eine brutale Art des Ellenbogenwettbewerbs habe er noch nie erlebt.

Der Prozessorkrösus, selbst Gegenstand kartellrechtlicher Untersuchungen, hatte Mitte der 90er Jahre in seinen Intel Architecture Labs (IAL) begonnen, Multimedia-Software zu schreiben, die unter dem Namen Native Signal Processing (NSP) in die DV-Geschichte einging. Mit NSP sollten Intels Prozessoren insbesondere grafik- und tonintensive Arbeiten schneller bewältigen können. "Microsoft war aber der Meinung, daß ihm alle Software gehört", sagt McGeady aus, "alles, was nichts mit Silizium zu tun hat, sollte unter Microsofts Kontrolle sein."

Die Gates-Company, fährt der Intel-Manager fort, sei sogar so weit gegangen, Internet-Standards wie das Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTP oder die Seitenbeschreibungssprache HTML an sich reißen zu wollen, um sie enger an Windows zu binden.

Gates'' Anwälte reagieren postwendend: Microsoft habe die NSP-Software im Sommer 1995 analysiert und nicht für gut befunden. Sie habe weder Windows 95 noch Windows NT unterstützt. Außerdem benötige die Intel-Software ein halbes MB Arbeitsspeicher. Zudem sei sie ätzend langsam, was etliche CPU-Zyklen bei der Befehlsabarbeitung dokumentieren würden - Darlegungen, die McGeady nicht bestreitet.

Im weiteren versucht Microsoft-Anwalt Holley, McGeady als Exoten darzustellen, dessen Meinung nicht die offizielle Intel-Sprachregelung wiedergibt. Ein Intel-Manager habe ihn als "Primadonna" bezeichnet. Zu allem Überfluß sei er eng mit Netscape-Chairman Clark befreundet und ein ausgewiesener Microsoft-Hasser.

Offensichtlich irritiert der Auftritt des Intel-Managers Richter Jackson so sehr, daß er McGeady fragt: "Sind Sie eigentlich mit dem Segen Ihres Vorstandsvorsitzenden hier?" Segen sei wohl ein sehr starkes Wort, erwidert McGeady. "Inwieweit sind Ihre Aussagen dann mit der offiziellen Intel-Meinung in Deckung zu bringen?" bohrt der Richter nach. McGeady, der trotz des Sperrfeuers der Microsoft-Anwälte bei seinen Aussagen bleibt, antwortet, einige aus dem Topmanagement dürften seine Meinung zumindest im privaten Gespräch wohl teilen, andere nicht: "Aber für Intel ist es wichtig, eine sehr gute Geschäftsbeziehung zu Microsoft zu haben. Und meine Anwesenheit hier vor Gericht ist da nicht sehr hilfreich.

Der Fall Sun Microsystems kontra Microsoft

Im Oktober 1997 reichte Sun Microsystems eine Klage gegen Microsoft ein. Sun wirft der Gates-Company vor, sie habe ein Lizenzabkommen zur korrekten Nutzung der Java-Technologie gebrochen. Microsofts Java-Implementierung in Windows 98 sowie in Version 4.0 des Internet Explorer und in Microsofts Java-Entwicklungs-Toolset SDKJ 2.0, 3.0 sowie in Visual J++ 6.0 sei inkompatibel zu Suns plattformunabhängiger Java-Implementierung. Microsoft habe diese Inkompatibilitäten in seine Windows-Produkte absichtlich eingebaut. Mit einer einstweiligen Verfügung will Sun erreichen, daß die genannten Produkte ohne den geforderten Kompatibilitätsnachweis nicht mehr ausgeliefert werden dürfen. Über die Verfügung ist noch nicht entschieden.

Interne Memos und E-Mails belegen, welches Kopfzerbrechen Microsoft-Managern die plattformunabhängige Java-Technologie macht. Sie sei eine Bedrohung für Windows. Ben Slivka, Kopf von Microsofts Java-Team, wird eine E-Mail zugeschrieben, in dem er vorschlägt, Sun unter Druck zu setzen. Darin heißt es unter anderem, Plattformunabhängigkeit werde nicht funktionieren: "Packen wir es an: Laßt uns die Java-Sprache klauen." Sein oberster Boß Bill Gates, schrieb Slivka weiter, sei über Java dermaßen wütend gewesen, daß er ihn, Slivka, anläßlich einer hausinternen Besprechung angeschrien habe, er versuche, Windows zu vernichten.

Andere E-Mails legen den Verdacht nahe, daß Microsoft sich bemüht, "das plattformunabhängige Java zu killen". Dazu müsse der Markt von Java-Produkten genügend stark "verunreinigt" werden. Gates selbst habe gesagt, "Java ängstigt mich zu Tode". Er hoffe, Microsoft werde eine Möglichkeit finden, die Kontrolle über die Java-Technologie zu erringen beziehungsweise Sun abspenstig zu machen.

Microsoft streitet die Vorwürfe natürlich ab. Es beschuldigt Sun andererseits, Java-Kompatibilitätstests so manipuliert zu haben, daß Microsoft-Applikationen nicht mehr auf ihnen liefen. Zudem nehme Sun ständig Änderungen an der Java-Technologie vor.

Kurzer Weg zum Supreme Court

Sollte Microsoft den Prozeß in erster Instanz verlieren, könnte das Unternehmen darauf setzen, vor einem möglicherweise eher konservativ eingestellten Berufungsgericht Glück zu haben. Allerdings gibt es in der US-Rechtsprechung ein Schlupfloch, das Microsoft einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Sollte die Gates-Company nach einem verlorenen Klageverfahren in die Berufung gehen, könnte ein Richter auf Antrag der Gegenseite - also des DOJ und/oder der 20 Bundesstaaten - entscheiden, daß das Verfahren von großem öffentlichen Interesse ist. In diesem Fall würde ein von Microsoft eingelegtes Rechtsmittel direkt an den obersten US-Gerichtshof, den Supreme Court, weitergereicht.

Was bisher geschah

1991 beschäftigt sich die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) erstmals mit Microsoft. Anlaß war die mittlerweile legendäre Pressekonferenz auf der Herbst-Comdex 1990, die IBM und Microsoft abhielten, um die Zukunft der Betriebssysteme Windows und OS/2 zu umreißen. Völlig überraschend kündigte Microsoft dort an, daß ab sofort Windows das strategisch bedeutungsvolle PC-Betriebssystem sei.

Juli 1994 schließen das US-Justizministerium (Department of Justice = DOJ), das das Verfahren mittlerweile an sich gezogen hat, und Microsoft einen Consent Decree. Dieser regelt, wie die Gates-Company mit ihren Lizenzpartnern Geschäfte abwickeln sollte. Das Ergebnis wird allgemein als haushoher Sieg für Microsoft und Verbeugung des DOJ vor Gates gewertet.

Februar 1995: Distriktrichter Stanley Sporkin, der den Consent Decree absegnen muß, lehnt ihn als wachsweich ab. Der Vorschlag sei "nicht im Interesse der Öffentlichkeit".

Mai 1995: Nachdem das DOJ die von Microsoft geplante Übernahme von Intuit unter die Lupe nimmt, bläst die Gates-Company den in Form eines Aktientauschs geplanten, 1,5 Milliarden Dollar teuren Merger ab.

Juni 1995: Ein Appellationsgericht bestätigt den ursprünglichen Consent Decree und entzieht auf Antrag Microsofts gleichzeitig Richter Sporkin das Verfahren.

August 1995: Distriktrichter Thomas Jackson, der auch dem jetzigen Verfahren vorsitzt, macht den Consent Decree rechtskräftig. Das erste Verfahren gegen Microsoft ist damit beendet. Am 24. August läuft unter großem PR-Rummel Windows 95 vom Stapel.

November 1995: Der "Internet Explorer", Version 3.0, für Windows 95 kommt auf den Markt und wird kostenlos vertrieben.

Dezember 1995: Auch Bill Gates hat jetzt offenbar gemerkt, daß das Internet ein Selbstläufer und - mehr noch - eine Goldader für gewiefte Geschäftsleute zu werden beginnt. Er gibt die Losung aus, ab sofort konzentriere Microsoft wesentliche Teile seiner Ressourcen darauf, PCs und öffentliche Netze zu einer Einheit zu verweben.

Microsoft und der US-Fernsehsender NBC kündigen den gemeinsamen neuen Kabelkanal MSNBC an, der im Fernsehen, aber auch als Online-Nachrichten-Kanal auf Sendung gehen wird.

April 1997: Microsoft kauft das Unternehmen Web TV Networks. Dieses hatte sich darauf spezialisiert, das Internet über herkömmliche Fernsehgeräte anzapfen zu können.

Juni 1997: Microsoft investiert eine Milliarde Dollar in Comcast Corp., den viertgrößten Kabelnetzbetreiber der USA. Mit dessen Technologie lassen sich Hochgeschwindigkeits-Verbindungen für die Online-Kommunikation und den Datenaustausch realisieren.

August 1997: Die bisherigen Erzfeinde Microsoft und Apple schließen völlig überraschend eine Technologie-Vereinbarung. Microsoft investiert 150 Millionen Dollar in das schwer schlingernde Macintosh-Unternehmen. Apple bedankt sich, indem ab sofort Microsofts Internet Explorer die den Mac-Fans aufgezwungene Browser-Software der Wahl ist und nicht mehr Netscapes "Navigator".

September 1997: Microsoft bringt Version 4.0 des Internet Explorer auf den Markt.

21. Oktober 1997: Das Justizministerium klagt gegen Microsoft und wirft der Gates-Company vor, gegen den Consent Decree von 1995 zu verstoßen. Argument: Der Softwarekoloß zwinge PC-Hersteller, Microsofts Browser zu benutzen. Als Druckmittel diene das Windows-Betriebssystem beziehungsweise die von Microsoft je nach Wohlverhalten der Geschäftspartner sehr kreativ ausgelegten Lizenzierungsbedingungen.

11. Dezember 1997: Richter Jackson erläßt eine einstweilige Verfügung. In dieser wird es Microsoft untersagt, PC-Hersteller zu zwingen, den Internet Explorer auf ihre Rechner aufzuspielen, wenn sie Windows 95 oder einen Nachfolger dieses Betriebssystems vorinstallieren.

15. Dezember 1997: Microsoft legt gegen diese einstweilige Verfügung Widerspruch ein, sagt aber gleichzeitig, es werde eine modifizierte Version von Windows ausliefern, um der richterlichen Anordnung zu entsprechen.

Dann macht Microsoft allerdings aus - wie später vielfach gesagt wird - schierer Arroganz einen Fehler, der sich noch bitter rächen könnte: Die Gates-Company erfüllt die Auflage in einer für Richter Jackson geradezu provozierenden Weise. Sie bietet den PC-Herstellern die Wahlmöglichkeit, ein altes Windows-Betriebssystem ohne den Explorer zu installieren, oder ein aktuelles System mit allerdings deaktiviertem Internet Explorer, das sogar nach Aussagen der Gates-Company selbst nicht laufen wird. Dann legt Microsoft Widerspruch ein gegen Jacksons Anordnung, PC-Hersteller, die ihre Rechner mit Windows 95 auslieferten, müßten das Explorer-Icon von der Benutzeroberfläche entfernen können und dürfen.

23. Januar 1998: Microsoft beugt sich der richterlichen Anordnung und erlaubt es PC-Herstellern, das Explorer-Icon von der Windows-95-Benutzeroberfläche zu entfernen.

3. März 1998: Vor einem Anhörungsausschuß des US-Senats muß sich Gates kreuzverhörähnlichen Fragen stellen. Insbesondere der republikanische Senator Orrin Hatch nimmt den Microsoft-Chef mit Fragen zur Monopolstellung seines Unternehmens immer wieder in den Schwitzkasten.

10. April 1998: Microsofts Image leidet, weil es auf Vorschlag seiner PR-Agentur die Medien zu wohlwollenden Artikeln bewegen wollte - und zwar ausgerechnet in den Bundesstaaten, die mit einer gemeinsamen Klage gegen die Gates-Company vor Gericht ziehen wollen.

1. Mai 1998: Microsoft schreibt einen Brief an das Justizministerium, in dem es vor den Folgen warnt, die ein gegen das Unternehmen betriebenes Gerichtsverfahren für die gesamte IT und die US-Industrie im allgemeinen haben werde. Die Softwerker fordern Industriepartner wie Compaq, Dell, Intel oder HP auf, diesen Brief zu unterzeichnen. 26 Firmen unterschreiben.

18. Mai 1998: Das Justizministerium und 20 Bundesstaaten reichen eine Antitrust-Klage gegen Microsoft beim Washingtoner US-Distriktgericht ein. Begründung: Der Softwareriese benutze illegale, wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken, um Wettbewerber zu vernichten.

23. Juni 1998: Microsoft gewinnt eine wichtige Schlacht, aber nicht den Krieg: Ein Appellationsgericht schmettert die einstweilige Verfügung von Richter Jackson vom 11. Dezember 1997 ab. Darüber hinaus argumentieren die Richter - anders als das DOJ und Jackson sowie Microsoft-Gegner -, Windows 95 und der Internet Explorer seien in der Tat als ein Produkt zu sehen. Das ist wichtig, weil der Consent Decree regelt, welche Produkte Microsoft "bündeln" darf und welche nicht.

25. Juni 1998: Windows 98 kommt - zunächst in den USA - auf den Markt.

2. September 1998: Das Justizministerium wirft Microsoft vor, Apple Computer, Intel und andere Firmen auf illegale Weise zu zwingen, neue Technologieentwicklungen einzustampfen, um so die Konkurrenz für Microsoft zu schwächen.

19. Oktober 1998: Nach mehreren Verschiebungen beginnt das Verfahren US-Justizministerium und 20 US-Bundesstaaten gegen Microsoft.

Die Zeugen

Jede der beiden Parteien, das klageführende Justizministerium und die 20 US-Bundesstaaten auf der einen sowie Microsoft auf der anderen Seite, durften jeweils zwölf Zeugen benennen. Alle mußten bereits vor der Verhandlung schriftlich ihre Aussagen zu Protokoll geben. Diese sind dann Gegenstand der mündlichen Befragungen der Zeugen vor Gericht.

Während die Klageseite Firmenvertreter und Industrieexperten mit klangvollen Namen aufbot, wollten sich nur zwei Unternehmen, Compaq und Rational Software, vor Gericht für Microsoft verwenden.

1. Die Zeugen der Anklage

James Barksdale, President und Chairman von Netscape.

David Colburn, Vice-President von America Online.

Steven McGeady, Vice-President bei Intel.

Avie Tevanian, Vice-President bei Apple Computer.

James Gosling, Vice-President bei Sun Microsystems.

John Soyring, leitet als Direktor das Network-Computing-Geschäft von IBM.

William Harris, President und CEO von Intuit.

Glenn Weadock, President und Gründer der 16 Jahre alten Independent Software Inc.

Franklin Fisher, Wirtschaftsprofessor am renommierten Massachusetts Institute of Technology.

Frederick Warren-Bolton, Ökonomieexperte für Wettbewerbsfragen unter dem ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan.

David Farber, Professor für den Bereich Telekommunikation an der University of Pennsylvania.

Edward Felten, Assistant Professor in Princeton.

2. Die Zeugen der Verteidigung

Paul Maritz, Vice-President und Chefstratege von Microsoft.

James Allchin, Senior Vice-President bei Microsoft.

Joachim Kempin, Vice-President bei Microsoft. Er ist für die Veträge mit den Computerherstellern verantwortlich.

Brad Chase, Vice-President Marketing bei Microsoft.

Robert Muglia, Vice-President bei Microsoft. Er leitet die Entwicklungsabteilung für die Office- und Back-Office-Suiten sowie für die Entwicklungswerkzeuge.

Eric Engstrom, ebenfalls Mitglied der Microsoft-Führungsriege. Sein Thema als General Manager: Multimedia.

Cameron Myhrvold, Vice-President der Microsoft-Division, die für die Geschäftsbeziehungen zu den Internet-Service-Providern (ISPs) zuständig ist.

William Poole, als Senior Director ist er für strategische Planungen im Umfeld des Betriebssystems Windows zuständig.

Daniel Rosen, soll als General Manager neue Technologieentwicklungen bei Microsoft anstoßen.

John Rose, Senior Vice-President bei Compaq.

Michael Devlin, President der von ihm mitgegründeten Rational Software, einem Partner von Microsoft.

Richard Schmalansee, Interimsdekan der Sloan School of Management am MIT.

3. Angriff gegen Verteidigung

David Boies, Chefankläger des Justizministeriums.

Stephen Houck, vertritt die 20 US-Bundesstaaten in ihrer Klage gegen Microsoft.

John Warden, Chefverteidiger für Microsoft.

(Daten kompiliert aus verschiedenen US-Zeitungen wie unter anderem dem "Wall Street Journal" und der "New York Times")