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05.10.1990

Der Segen der Eisernen Lady

Die schon lang zurückliegende Entscheidung der "Eisernen Lady" Margaret Thatcher, britische Staatsunternehmen zu privatisieren und den TK-Markt zu liberalisieren, könnte sich für die British Telecom noch als finanzieller Segen erweisen. Der Carrier - 1981 nach der Trennung vom British Post Office entstanden und seit 1984 in den Händen einer Mehrheit privater Aktionäre - hat anderen PTTs nämlich mehrere Jahre Wettbewerbspraxis voraus.

Nun läßt sich darüber streiten, ob die Erfahrungen im Umgang mit dem nationalen Hauptkonkurrenten Mercury allein schon der Weisheit letzter Schluß sind. Erkenntnisse aus einem Oligopol sind aber allemal besser als gar keine. Jedenfalls dürften die Briten auf diesem Gebiet die Nase vor den wichtigsten europäischen Opponenten Deutsche Bundespost Telekom und France Telecom haben, die an Infonet beteiligt sind.

Als Indiz dafür ist der Kauf der Abteilung Network Systems von McDonnell-Douglas mit dem globalen X.25-Netz Tymnet samt Manpower und Know-how im November letzten Jahres zu werten. Die Investition von 355 Millionen Dollar plus x hat British Telecom über Nacht von einem reinen Voice-Anbieter zu einem Player in der internationalen Datenkommunikation gemacht.

Aber vor den Erfolg hat der Herr ja bekanntlich den Schweiß gesetzt. Für die British Telecom brechen jetzt erst die schweren Zeiten im DV-Business an. Wie in vielen anderen DV-Bereichen, taucht auch hier das "Schreckgespenst" IBM auf. Aufgrund der Dominanz von Big Blue in den meisten Unternehmen, droht ein enormes Kundenpotential für British Telecom automatisch im weltweiten Netz von Big Blue aufzugehen. Um also erfolgreich im Revier von IBM (General Electric und Infonet) zu wildern, müssen die Briten durch Preis und Leistung überzeugen. Eine DFÜ-Leitung muß ja nicht zwangsweise "blau" sein. pg