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Linux legt deutlich zu


05.12.2003 - 

Der Server-Markt zieht wieder an

MÜNCHEN (CW) - Nach einer Schrumpfkur von zwei Jahren Dauer geht es im weltweiten Server-Markt wieder aufwärts. Vor allem Einstiegsmodelle zu Preisen unter 25 000 Dollar wurden nachgefragt. Drei der vier großen Anbieter konnten zulegen - Sun hingegen nicht.

Ein Wachstum von zwei Prozent gilt inzwischen schon als Erfolg: Laut IDC stiegen die Umsätze mit Servern im dritten Quartal um eben diesen Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt 10,8 Milliarden Dollar wurden weltweit von Juli bis September eingenommen, meldeten die Marktforscher - 200 Millionen Dollar mehr als vor einem Jahr. Ermöglicht haben dies vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die verstärkt investiert hätten. So viel, dass die Erwartungen der Analysten glatt um einen Prozentpunkt übertroffen wurden. Im direkten Jahresviertel zuvor hatte sich der Anstieg, der erste seit neun negativen Quartalen, auf 0,2 Prozent belaufen.

Stillstand im Markt zu vermuten wäre jedoch falsch. Schließlich stieg die Zahl der aktuell verkauften Systeme gegenüber dem dritten Quartal 2002 um knapp 20 Prozent an. Die Unternehmen machten sich langsam an die Arbeit, ihre vor der Jahr-2000-Umstellung gekauften Maschinen zu ersetzen. Trotzdem wollten sich die Analysten nicht gleich zur Euphorie hinreißen lassen, sondern übten sich in verhaltenem Optimismus.

Das High-end-Segment schrumpft

In den letzten drei Monaten des Jahres wird ein Anstieg der Umsätze um zwei bis drei Prozent erwartet, und 2004 könnte sich die Branche auf eine fünfprozentige Zuwachsrate einstellen. Umsätze mit Einstiegs-Servern legten um knapp zehn Prozent zu, bei Midrange-Maschinen (25000 bis 500000 Dollar) belief sich der Anstieg auf sieben Prozent, und nur die Einnahmen durch Highend-Rechner schrumpften um 14 Prozent.

An der Spitze der Anbieterlandschaft hat sich nicht viel getan: IBM liegt vorne mit einem Anteil von 31,1 Prozent, gefolgt von Hewlett-Packard (HP; 27,7 Prozent), Sun (10,8 Prozent) und Dell, die 9,5 Prozent aller Systeme verkauften. Die großen Vier beliefern etwa 80 Prozent des Marktes. Dabei konnte IBM den Vorsprung gegenüber HP leicht ausbauen, und Dell holte deutlich auf Sun auf. Deren Server-Umsatz schrumpfte um 9,3 Prozent.

Während 210000 Linux-Server abgesetzt wurden (plus 50 Prozent), liefen 841000 neue Geräte unter Windows (plus 21 Prozent). Dabei wuchsen die Einnahmen mit Open-Source-Maschinen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls um etwa 50 Prozent, während Windows-Server-Umsätze um gut zehn Prozent kletterten. Das Geschäft mit Unix-Maschinen ging wie auch in den sechs Vorquartalen zurück, diesmal indes nur um knapp vier Prozent. (ajf)