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28.05.1999 - 

"Revolution statt Evolution"

Der steinige Weg von Baan IVc nach Baan ERP

Auf der CeBIT ''98 hatte Baan seine Produktfamilie "Baan Series" angekündigt. Damit sollte deutlich gemacht werden, daß das Unternehmen nicht mehr länger "nur" Anbieter von Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Software ist, die bis dato mit dem Produkt "Baan IVc" geliefert wurde. Unter anderem gehören nun Bausteine für Vertrieb, Marketing und Service (Front-Office) für das Supply-Chain-Management und Data-Warehousing zur Series-Familie.

Das bisherige ERP-Paket Baan IVc mutiert unter Series zu "Baan ERP", das seit der CeBIT ''99 verfügbar ist. Enthalten sind darin weiterhin die wesentlichen Bestandteile Finanzen, Logisitik und Produktion. Doch scheint ein Upgrade von IVc auf das Baan ERP nicht ohne weiteres möglich zu sein: 85 Prozent der Anwendungen seien neu geschrieben, und das Datenmodell sei drastisch verändert worden, teilt Baan mit. Neu ist zudem eine komponentenbasierte Architektur, die sowohl die Standards DCOM und Corba unterstützt. Die Anwendungen sind aus Modulen und diese wiederum aus Einzelkomponenten aufgebaut, so daß ein Upgrade einzelner Bausteine auf Komponentenebene (Beispiel: Preisfindung) möglich sein soll, ohne daß "angrenzende" Programme ebenfalls aktualisiert werden müssen.

So weit, so schön: Aber für die Anwender stellt sich nun die Frage, wie kommt man von der "alten" in die "neue" Welt? Zumal ein großer Teil der Kunden auf dem Baan-Vorgängerprodukt Triton verharrt und noch nicht einmal den Schritt in Richtung IVc gegangen ist. Das "alte" Baan-Management jedenfalls hatte vollmundig "Migrations-Tools" versprochen. Die sollen auch weiterhin geliefert werden. Doch wie steht es mit den Kosten? Preise von 150000 Dollar für die Tools in den USA, von denen ein beim Anwendertreffen anwesender Baan-Kunde gehört haben will, wurden vom Baan-Deutschland-Management als Unfug abgetan. Die Anwender fordern nun eine klare Roadmap für die Produktlinie IVc: Wann läuft der Support aus (Baan garantiert fünf Jahre), was wird noch hinzuentwickelt etc.? Überdies muß ein Migrationskonzept in die "neue" Welt vorliegen, dessen Kosten nicht der Anwender tragen darf, so die Forderungen.