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03.02.1989 - 

Hindernisse auf dem Weg zur Professionalität, aber:

Der SW-Markt zeigt Anzeichen von Reife

MÜNCHEN (CW) - Einen Reifeprozess im weltweiten Markt für Computer-Services sieht das britische Wirtschaftsblatt Financial Times entstehen. Nach 25 Jahren scheine sich in den tausenden von kleinen Software-Unternehmen, die den Markt prägen, der Wunsch nach mehr Professionalität herauszukristallisieren.

Außerdem glaubt die Financial Times, bei den Entwicklern einen dringender werdenden Wunsch nach einer kleinen Gruppe von Marktführern entdeckt zu haben. Da die Ausgaben für Software gegenüber denen für Hardware immer wichtiger werden, versuchen immer mehr Computer-Service-Unternehmen auf diese mehr Profit versprechendere Seite umzusteigen. Auf absehbare Zeit rechnet das Wirtschaftsblatt mit 20 Prozent jährlichem Wachstum in diesem Bereich.

Bisher hat die besondere Struktur des Software-Marktes das "Erwachsenwerden" der Branche erschwert. Beispielsweise werde ein großer Teil der Millionen von Programmzeilen von Hardware-Herstellern geschrieben, um eigene Produkte zu warten oder zum laufen zu bringen. Dem Markt ebenso entzogen seien die vielen Entwicklungen in den unternehmenseigenen DV-Abteilungen.

Der Rest an "freiem Markt", der den Software-Entwicklern noch

bleibt, hängt von den Strategien der großen Computerproduzenten ab. So

hat beispielsweise die Management Science America Inc. (MSA), ein Software-Unternehmen in Atlanta/Georgia, angekündigt, es werde seine gesamte Produktfamilie an Finanz- und Produktionsprogrammen konvertieren um dem SAA-Konzept des Branchenriesen IBM entsprechen zu können.

Solche schwer einlösbaren Versprechen sind ein weiteres Hindernis im Bemühen der Branche um Professionalität. Oft entsprechen diese Ankündigungen in keiner Weise den späteren Realitäten. So hat etwa Lotus, die Nummer eins bei Tabellenkalkulationen, ihre neueste Version von 1-2-3 nicht termingerecht ausliefern können.

Schließlich begrenzen die vielen nationalen Besonderheiten den Markt für Standardsoftware. Hier gibt es jedoch Anzeichen einer

Besserung. So behauptet die mbp GmbH in Dortmund, daß es durchaus möglich sei, internationale Software ohne großen Mehraufwand zu erstellen, wenn man diesen Zielmarkt von Anfang an bei der Entwicklung berücksichtige.

Die Financial Times nennt eine Reihe von Unternehmen, die sich diesen Problemen stellen, fragt jedoch, ob IBM einen möglichen Erfolg zulassen werde.