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09.02.1990 - 

Gründe für Wachstum bei Mehrplatzsystemen

Der Trend geht zum kleinen System mit großer Leistung

MÜNCHEN (CW) - Im Bereich Minicomputer tut sich laut IDC ein neuer Wachstumsmarkt auf.

Die kleinen und mittleren Mehrplatzsysteme - die klassischen "Minicomputer" - stehen demnach vor neuen Leistungsdefinitionen. Unter dem Einfluß von Standardisierungsbestrebungen in Sachen Unix werden Konsequenzen bei Transparenz, Preisdruck und Konzentration erwartet.

In der Bundesrepublik sind rund 265 000 Mehrplatzsysteme mit einem Wert von rund 58,5 Milliarden Mark installiert. Nach einer Definition des Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC) kann man diese Systeme in drei Kategorien aufteilen: Klein Systeme bis 200 000 Mark, mittlere Systeme bis 2 Millionen Mark und große Mehrplatzsysteme mit mehr als 2 Millionen Mark Systemwert. In einer Prognose für die Marktentwicklung bis 1994 kommt die IDC zu dem Ergebnis, daß bis dahin der Wertanteil der "kleinen" Systeme kräftig wachsen wird, während bei Großrechnern ein Rückgang einsetzt.

So hatten die kleinen Systeme im Jahre 1988 einen Wertanteil von 27,2 Prozent, der sich laut IDC bis 1994 auf 40 Prozent vergrößern soll. Bei den mittleren Systemen soll es nur ein geringfügiges Wachstum (von 30,8 auf 32,5 Prozent) geben, der Wertanteil der großen Systeme sinkt von 42 auf 27,5 Prozent.

Der Trend scheint klar: Tot ist der Minicomputer noch lange nicht; im Gegenteil - es geht aufwärts. Als Gründe für diese Entwicklung nennt IDC fünf sogenannte "Megatrends".

Erstens wird die Integration der Großrechner, Superminis, Minis und PCs unter einer zentralen Kontrolle vorangetrieben.

Zweitens setzt sich der Trend zur Portierung von Applikationen von größeren auf kleinere Systeme (Downsizing) fort. Hintergrund ist hier der neue wirtschaftliche Grundgedanke des "small is beautiful", da die Kosten pro Rechenleistung in dem Maße sinken, wie die eingesetzten Rechner verkleinert werden.

Drittens gilt als längerfristige Perspektive des DV-Marktes die Parallelverarbeitung, auch wenn in nächster Zeit Parallelrechner noch keine große Rolle im Markt für Mehrplatzsysteme spielen werden.

Viertens gewinnt die transaktionsorientierte interaktive Datenverarbeitung (OLTP) immer mehr an Bedeutung. Sie dürfte in absehbarer Zeit zu einem vom Anwender immer häufiger geforderten Leistungsmerkmal bei Mehrplatzsystemen werden.

Und schließlich der fünfte und wichtigste Punkt: Die Diskussionen um offene Betriebssysteme, allen voran Unix, beeinflussen den Hardwaremarkt signifikant. Dies gilt in besonderem Maße für kleine und mittlere Mehrplatzrechner. Grund genug für uns, die Marktübersicht auf den Seiten 40 bis 45 auf Unix-fähige Rechner zu beschränken. +