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05.02.1982 - 

Gegenteilige Entwicklung bei Burroughs und NCR:

Der Wechselkurs ist keine gute Ausrede

NEW YORK/DETROIT (nw) - Völlig unterschiedliche Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 1981 weisen zwei große US-Unternehmen der Informationstechnologie-Branche aus: Während NCR unter der europäischen Rezession leidet, freut sich Burroughs über ein seit 18 Monaten erstmals wieder erzieltes positives Ergebnis.

Einen um 12 Prozent gestiegenen Gewinn konnte die Burroughs Corp. im vierten Quartal des zum 31. Dezember abgelaufenen Geschäftsjahres 1981 verbuchen. Zu verdanken hat dies die Company laut Financial Times den Bemühungen ihres Chairmans Michael Blumenthal, der die Vermögensverwaltung geordnet und unrentable Geschäftszweige gestutzt habe. Blumenthal selbst bezeichnete das Jahr 1981 als "Übergang" und zeigte sich angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage besonders erfreut über die positiven Ergebnisse. Die von ihm im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Programme wie computergesteuerte Service-Zentren, branchenorientiertes Marketing und die Übernahme von System Development Corp., System Research sowie Memorex würden nun greifen. Zudem sei die Führungsspitze verstärkt worden: So kamen von IBM Robert F. Holms und Paul G. Stem (seit '76 bei Braun AG) sowie Tom Winter von Xerox.

Die Gewinne im vierten Quartal stiegen um 1 1, 5 Prozent auf 62,9 Millionen Dollar. Der Auftragseingang habe deutlich angezogen, obwohl das ungünstige Wechselkursverhältnis noch deutlich zu spüren sei. Insgesamt konnte der DV-Hersteller seine Einnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 81 Prozent auf 148,9 Millionen Dollar steigern. Die Umsätze erreichten dabei einen Zuwachs von 17 Prozent auf 3,405 Milliarden Dollar. Für 1982 erwartet Blumenthal weitere Verbesserungen.

Die große Frage sei nun, so zieht ein englisches Informationsblatt Bilanz, ob es dem Unternehmen gelingt, den im vergangenen Jahr übernommenen Speicherhersteller Memorex schnell genug wieder in die Gewinnzone zu manövrieren. Denn sonst würden die 82er Halbjahresergebnisse wohl kaum positiv ausfallen können.

Im Gegensatz dazu hat die NCR Corp. keinen Anlaß zur Freude: Ihr Gewinn sank um 18 Prozent und die Umsätze wuchsen lediglich um drei. In den meisten Märkten seien zwar die Einnahmen gestiegen, wie Chairman W. S. Anderson betont. Doch in Europa gingen sie sowohl infolge der Rezession als auch der Schwäche der europäischen Währungen gegenüber dem Dollar stark zurück. Diese Faktoren, so befürchtet Anderson, werden auch im ersten Halbjahr Einfluß nehmen.

Insgesamt bezeichnet Anderson den Verlauf des Geschäftsjahres 1981 als enttäuschend. Ermutigt zeigt sich NCR indes von dem Anstieg des Auftragseingangs im vierten Quartal. So hofft das Unternehmen, bis 1983 wieder bessere Ergebnisse erzielen zu können.

1981 mußte NCR einen Gewinnrückgang von 46,5 Millionen E 208,2 Millionen Dollar hinnehmen. Dabei sanken sie allein im vierten Quartal von 118 im Vorjahr auf 90,2 Millionen Dollar heuer.