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26.04.2002 - 

Lünendonk-Liste zu Schulungsanbietern

Der Weiterbildungsmarkt stagniert

MÜNCHEN - Der Weiterbildungsmarkt in Deutschland stagnierte im Jahr 2001. Mit staatlich geförderten Maßnahmen erwirtschafteten einige Schulungsanbieter zwar noch ein Umsatzplus. Dafür sparten die Wirtschaftsunternehmen als Folge der Rezession bei der Weiterbildung. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation, Bad Wörishofen, untersuchte den deutschen Weiterbildungsmarkt. Demnach wurden zwar Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Jahr 2001 von staatlicher Seite unvermindert gefördert. Dafür hielten sich Unternehmen mit Aufträgen stark zurück. Daraus ergab sich ein stagnierender Markt, der nach Expertenschätzungen ein Volumen von rund sieben Milliarden Euro aufweist. Es existieren 5000 bis 10000 Schulungsfirmen, darunter viele Einzelkämpfer. Nur zehn Prozent der deutschen Weiterbildungsinstitute beschäftigen mehr als 25 Mitarbeiter.

Umsatzstärkster Anbieter ist mit dem DAA Bildungswerk der deutschen Angestellten-Gewerkschaft eine gemeinnützige Institution. Sie bietet Ausbildung und Umschulung im Rahmen der staatlichen Arbeitsmarktpolitik an. Ebenfalls zu den führenden Trainingsfirmen zählen die Dekra Akademie, Stuttgart, und die TÜV Bildung und Consulting GmbH in Köln, die hauptsächlich Schulungen im technisch-gewerblichen Sektor organisieren.

Die Marktstudie ergab, dass die 15 führenden Anbieter beruflicher Weiterbildung für 2001 ein durchschnittliches Wachstum von vier Prozent erwirtschafteten. Im Jahr davor belief sich das Branchenwachstum auf sieben Prozent. Sieben der 15 Unternehmen weisen für 2001 kein Wachstum oder eines von maximal fünf Prozent auf.

Für 2002 rechnen die Marktführer mit einem durchschnittlichen Wachstum von vier Prozent. Dabei geht fast die Hälfte von einem Rückgang des Umsatzes oder bestenfalls einer Stagnation aus.

Große Bedeutung für den deutschen Weiterbildungsmarkt haben der Lünendonk-Liste zufolge Firmen, die Kurse im hochqualifizierten Bereich, etwa Informations- und Kommunikationstechnik, anbieten. Insgesamt erzielen sechs der führenden 15 Weiterbildungsanbieter die Hälfte ihres Umsatzes mit Veranstaltungen zu IT-Themen.

Aber dieses Geschäft brach Lünendonk-Berater Heinz Streicher zufolge besonders stark ein: "Berater, Systemintegratoren, Softwarehäuser - die Anbieterunternehmen waren die wichtigen Kunden der IT-Trainer, denn die mussten immer auf dem neuesten Stand sein." Gerade diese Firmen kämpften seit Mitte letzten Jahres mit Umsatzeinbrüchen und könnten nichts in ihre Mitarbeiter investieren. Verschärfend für IT-Trainingsunternehmen kommt hinzu, dass der Staat im IT-Bereich kaum als Auftraggeber auftritt, so Streicher.

Führende Anbieter der beruflichen Weiterbildung in Deutschland 2002Rang / Unternehmen / / Weiterbildungsumsatz in Millionen Euro 2001/2000 / Veränderung 2001 / 2000 in Prozent

1 / DAA Bildungswerk der DAG e.V., Hamburg / 368,0 / 362,6 / + 1,5

2 / Dekra Akademie GmbH, Stuttgart / 170,0 / 170,0 / 0,0

3 / Siemens Business Services GmbH (Training und Services), München / o / 110,0 / 100,0 / + 10,0

4 / TÜV-Bildung + Consulting GmbH, Köln / 94,0 / 90,0 / + 4,4

5 / Stiftung Grone-Schule, Hamburg / 77,0 / 70,0 / + 10,0

6 / SRH Learnlife AG, Heidelberg / 68,0 / 61,0 / + 11,5

7 / FAA Bildungsgesellschaft mbH, Hamburg / 65,0 / 61,0 / + 6,6

8 / Unilog Integrata Training AG, Tübingen1) / o / 55,7 / 47,4 / + 17,3

9 / IIR Deutschland GmbH, Sulzbach / 53,2 / 53,2 / 0,0

10 / Ibis Acam AG, Andernach / 37,6 / 36,3 / + 3,6

11 / CDI Deutsche Private Akademie für Wirtschaft GmbH, München / o / 34,6 / 33,8 / + 2,4

12 / GFN AG, Stuttgart / o / 34,0 / 39,5 / - 14,0

13 / T-Systems Training GmbH, Leinfelden / 24,1 / 22,1 / + 9,0

14 / Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e. V., Paderborn / o / 23,0 / 21,3 / + 8,0

15 / New Horizons Computer Learning Centers GmbH, Hamburg2) / o / 20,1 / 13,6 / + 47,8

o Anteil IT-Themen am Trainingsumsatz ist größer als 50 Prozent.

1) Vergleich mit Umsatz 2000 wegen Übernahme eines Unternehmens nur bedingt aussagekräftig.

2) Umsatzwachstum durch neue Franchise-Partner nur eingeschränkt vergleichbar.Quelle: Lünendonk GmbH, Bad Wörishofen