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21.06.1996 - 

SAP stellt 25 Komponenten für das weltweite Netz vor

Der Wiener Kongreß stand im Zeichen des Internet

Die Komponenten werden unabhängig vom R/3-System entwickelt und sollen Unternehmen sowohl im Geschäft mit Endkunden und Business-Partnern als auch bei der Kooperation von Mitarbeitern im Rahmen von Intranets unterstützen. Sie können über den Web-Browser von Net- scape oder Microsoft angesprochen werden, wobei Kunden bei Bedarf eine besonders einfach strukturierte Oberfläche erhalten. Durch die Internet-Anbindung erwartet SAP eine weitaus größere Akzeptanz bei Endbenutzern als bisher.

R/3-User erhalten beispielsweise Internet-Funktionen für den Electronic-Commerce-Bereich. Kunden können Katalogangebote oder Serviceleistungen im Web plazieren, wobei die jeweiligen Komponenten direkt mit dem R/3-System verbunden sind. Andere Funktionen dienen etwa dazu, die Lieferfähigkeit eines Unternehmens zu überprüfen, komplexe Bestellungen für individuell konfigurierte Produkte aufzugeben oder auch Mahnungen über das Netz der Netze auszusenden. Auf der Business-to-Business-Ebene lassen sich über das World Wide Web unter anderem Bestellungen verfolgen oder der Datenaustausch mit der Hausbank initiieren.

Schließlich gibt es diverse Intranet-Komponenten, die es beispielsweise internationalen Unternehmen ermöglichen, weltweit auf Personaldaten unterschiedlicher Art zuzugreifen oder auf die Schnelle Reports einzusehen. Für die Integration dieser Komponenten mit dem R/3-Basissystem soll eine Erweiterung der Application-Link-Enabling-(ALE-)Technik sorgen, das sogenannte "ALE/Web".

Damit die SAP in Zukunft nicht allein für zusätzliche Internet- und Intranet-Funktionalität ihres R/3-Systems sorgen muß, ist das Unternehmen dabei, Programmier-Schnittstellen zu entwickeln. Version 3.1 der R/3-Software soll bereits mehr als 100 solcher Business APIs bieten, über die Kunden und Softwarepartner, aber auch die eigenen Entwickler Anwendungskomponenten verschiedenen Typs an das R/3-Kernsystem andocken können.

"Wir bauen Internet-Anwendungen, die das R/3-System ergänzen. Entweder machen wir es selbst, oder wir benutzen Applikationen von Partnern", erklärte Hasso Plattner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, auf der User-Konferenz Sapphire in Wien. Eine signifikante Vereinfachung des Networking in Großunternehmen stehe bevor.

Der von Oracle und Sun Microsystems verfolgten Idee eines Network Computers (NC) stehen die Softwerker offenbar aufgeschlossen gegenüber: "Ist die Hardware verfügbar, werden wir ein entsprechendes GUI dafür anbieten", verkündete Plattner. Eine solche, in Java geschriebene Oberfläche werde nicht nur auf dem NC, sondern auf allen möglichen Endgeräten einsetzbar sein - vor allem auch auf tragbaren Kleingeräten.